In einer Kurzstudie hat THEMA berechnet, welche Auswirkungen ein rascher Zubau von Batteriespeichern hätte. Für die Stabilisierung der Marktwerte von Photovoltaik-Anlagen wären sie sehr hilfreich, da sie die negativen Preisstunden an der Strombörse wesentlich reduzieren könnten. Doch gleichzeitig würden die Batteriespeicher damit ihre eigenen Einnahmen kannibalisieren.
Die sinkenden Batteriepreise und die großen Chancen am Strommarkt locken Großinvestoren auf den Markt für Batteriegroßspeicher. Im pv magazine Podcast sprechen wir mit Christoph Ostermann von Green Flexibility über den Aufbau eines zehn Gigawatt großen Speicherportfolios, die Perspektiven für die Branche und die Energiewende.
Interview: Die vielen negativen Preisstunden an der Strombörse sind für neue Photovoltaik-Installationen in Deutschland, aber auch europaweit nicht gerade zuträglich. Doch mit dem wachsenden Zubau von Speichern und Hybridanlagen wird sich die Marktaktivität demnächst wieder beschleunigen, wie Frank Niendorf, Vice President bei Jinko Solar Europe, sagt. Er erklärt auch, warum eine Konsolidierung der Solarindustrie notwendig ist, und wie sich Jinko Solar auf die nächste Wachstumsphase vorbereitet.
Die Bundesnetzagentur arbeitet derzeit an einer neuen Netzentgeltsystematik. Dabei sind verschiedene Varianten der Ausgestaltung für Batteriespeicher im Gespräch. Eco Stor beauftrage Neon Neue Energieökonomie mit der Prüfung und Bewertung der Optionen. Die für die Netzdienlichkeit von Großspeichern beste Option hat dabei politisch wenig Erfolgsaussichten, aber auch die zweitbeste Lösung bringt Vorteile für Netz- und Speicherbetreiber.
Noch befindet sich das Speicher-Kraftwerk in der Prüfung durch die Bundeskartellamt. Realisieren wollen es Luxcara mit dem Schweizer Unternehmen BKW und der deutschen Stadtwerke-Kooperation Trianel.
Der Batteriespeicher, der Teil des Forschungsprojekts „SUREVIVE“ ist, wird sich den Netzanschluss mit einer 20 Megawatt Photovoltaik-Anlage teilen. Mit dem Speicher soll unter realen Bedingungen getestet werden, welche Aufgaben Batteriespeicher künftig für ein stabiles Stromnetz übernehmen können.
1Komma5° taxiert auf Basis von „Battery Charts“-Daten die aktuell installierte Speicherkapazität auf 20 Gigawattstunden, überwiegend in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen. Gut 80 Prozent der Kapazität entfällt auf Heimspeicher.
Mit dem Einsatz des Hochleistungsspeichers auf Supercapacitor-Basis soll der Energieverbrauch von KI-Rechenzentren um 44 Prozent sinken und zugleich die Rechenleistung um 40 Prozent erhöht werden. Dies ermöglicht eine Kontrollsoftware, die während der Leerlaufzeiten Energie speichert und zu Spitzenzeiten abgibt.
Es ist der bislang größte Batteriespeicher des Landes mit 40 Megawatt Leistung und 80 Megawattstunden Kapazität. Die MET Group plant weitere Großspeicher in ganz Europa.
Im Moment kann man mit einen Batteriegroßspeicher mehr Geld am Strommarkt verdienen als mit einem Photovoltaik-Kraftwerk. Es ist daher an der Zeit, die Flexibilität des Systems, im Kleinen und im Großen, in den Blick zu nehmen. Im Podcast diskutieren wir verschiedene Facetten des Themas, wie die Auswirkungen von Speichern auf den Strommarkt, Energiemanagement oder das Solarspitzen-Gesetz.