Umweltorganisationen haben in Meseberg bereits gegen die EEG-Reformpläne protestiert, doch die Minister nahmen die Vorschläge von Energieminister Gabriel trotzdem an. Nun gibt es bei NABU, Greenpeace und anderen große Bedenken, dass die Energiewende in Deutschland ins Stocken geraten wird.
Der Projektierer unterstützt die Pläne von Energieminister Sigmar Gabriel. Die Pilotphase für Ausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollte nach Ansicht von Belectric direkt nach der EEG-Reform beginnen.
Der Energieminister erhält Rückdeckung von der Bundeskanzlerin für seine geplanten massiven Einschnitte bei der Förderung von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Am Mittwoch stellt er sein Eckpunktepapier für die EEG-Reform auf der Kabinettsklausur in Meseberg vor. Umweltorganisationen protestierten dort gegen die Reformpläne. Das Kabinett billigte mittlerweile die EEG-Reformvorschläge von Gabriel.
In der Diskussion über eine Reform des EEG hat nun auch der BUND ein eigenes Eckpunktepapier für ein EEG 2.0 vorgelegt. Die Vorschläge von Gabriel laufen aus Sicht der Umweltorganisation in die falsche Richtung und bedürfen dringender Nachbesserungen. Bei der Photovoltaik will der BUND das Auslaufen der Solarförderung bei 52 Gigawatt aufheben und auch eine jährliche Mengensteuerung wird als kontraproduktiv angesehen.
Die Bundestagsfraktion hat Eckpunkte für eine EEG-Reform beschlossen. Auch die Grünen wollen den Eigenverbrauch künftig belasten. Zugleich wollen sie aber eine Verdoppelung des Ökostroms bis 2020.
Nun hat die Regierung in Peking den Photovoltaik-Handelsstreit neu befeuert. Chinas Handelsministerium verhängte Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle bis zu 60 Prozent auf Importe von Polysilizium aus den USA.
IBC Solar fordert, dass auch künftig der Eigenverbrauch von Solarstrom abgabefrei bleiben muss. Beim BSW-Solar sieht bei den Plänen für eine EEG-Reform die Energiewende und den weiteren Photovoltaik-Ausbau gefährdet. Mit einem Offenen Brief wendet sich der Verband nun sogar an die Bundeskanzlerin.
Noch schneller als angekündigt will der Energie- und Wirtschaftsminister die Förderung von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse anpassen. Dabei plant er radikale Einschnitte, die auf heftige Kritik aus der Erneuerbaren-Branche stoßen. Unter anderem will er die verpflichtende Selbstvermarktung einführen und die Umlagebelastung beim Eigenverbrauch.
Das Bundesumweltministerium wird das Projekt mit 300.000 Euro über sein Umweltinnovationsprogramm fördern. Bestandteil des Projekts ist, 100 Prozent des Solarstroms direkt vor Ort zu verbrauchen.
Der Berliner Think-Tank will den Dialog über eine gemeinsame Energiepolitik mit den Nachbarländern aufnehmen. Seit Jahresbeginn ist Agora Energiewende daher auch in Polen, Frankreich, der Schweiz und Österreich aktiv.