Der Kapital- und Schuldenschnitt für das Photovoltaik ist gerade erst beschlossen, doch Solarworld-Chef Frank Asbeck schmiedet weiter Pläne. Er will laut einem Zeitungsinterview durch die Übernahme von Bosch-Werken, eine zukunftsfähige Solarindustrie in Deutschland aufbauen.
Die Forderungen der Gläubiger sind nun, wie im Insolvenzplan vorgesehen, an die neu geschaffene Verwaltungsgesellschaft Sol Futura abgetreten und in Aktien umgewandelt worden. Mit der Kapitalherabsetzung und der Kapitalerhöhung sind alle Maßnahmen zur Rekapitalisierung des Photovoltaik-Anlagenbauers abgeschlossen.
Erstmals seit 2010 kann das bayerische Photovoltaik-Unternehmen wieder einen Quartalsgewinn verzeichnen. An seiner Internationalisierungsstrategie will Phoenix Solar – auch angesichts neuer Großaufträge – festhalten.
Es gibt nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters zahlreiche Interessenten aus dem In- und Ausland für die Conergy-Modulfertigung und den Gestellproduzenten Mounting Systems. Möglichst bis Oktober soll ein Verkauf erfolgreich abgeschlossen sein. Der Vertrag mit dem US-Finanzinvestor Kawa Capital, der die Vertriebsgesellschaften von Conergy übernehmen will, soll noch in diesem Monat unter Dach und Fach sein.
Das Freiburger Photovoltaik-Unternehmen sieht auf dem deutschen Markt wenig Zukunftsperspektiven. Das Wachstum wird derzeit vorrangig in Großbritannien generiert. SAG Solarstrom hat seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt und geht von einem deutlichen Wachstum aus. Auch das operative Ergebnis soll in diesem Jahr wieder positiv werden.
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern leidet unter schwindenden Absätzen und Umsätzen. Darauf hat SMA bereits mit einem massiven Stellenabbau reagiert. Allerdings belasten die Kosten für den Personalabbau zugleich das Ergebnis im ersten Halbjahr. Weitere Entlassungen sind unvermeidlich, wie der Photovoltaik-Herstellern nun ankündigte.
Der Photovoltaik-Hersteller kann nun die Restrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten umsetzen. Auch die Aktionäre stimmten auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Bonn für das Rettungspaket. Die Entschuldung allein wird nach Ansicht von Analysten aber für eine längerfristige Überlebensperspektive nicht ausreichen.
Es soll nach chinesischen Medienberichten Gespräche mit fünf Unternehmen über eine Beteiligung an Wuxi Suntech geben. Namen wurden allerdings nicht genannt.
Nach den Gläubigern haben nun auch die Aktionäre dem Kapital- und Schuldenschnitt des Photovoltaik-Herstellers zugestimmt. Dieser ist aus Sicht von Analyst Götz Fischbeck vom Bankhaus Lampe nur der erste Schritt. Für eine langfristige Perspektive muss Solarworld dringend seine Produktionskosten weiter senken und aus seinen teuren Langfristverträge für Silizium herauskommen.
Ein weiteres deutsches EPC-Unternehmen ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht München hat nun das vorläufige Insolvenzverfahren von Sunselex eröffnet.