Suntech verhandelt mit Investoren

Derzeit laufen Gespräche mit fünf verschiedenen Firmen über ein Investment bei dem insolventen chinesischen Hersteller Wuxi Suntech. Dies berichtet das chinesische Newsportal „ne21.com“ unter Berufung auf Kreise. Die Quelle wollte allerdings zunächst keine weiteren Details nennen. Auch die Namen der potenziellen Investoren blieben ungenannt. Nach Angaben von „shareribs.com“ geht es bei den Verhandlungen um eine Fusion zwischen der insolventen Suntech-Tochter mit einem Konkurrenten. Auch die Lokalregierung von Wuxi sowie die Banken seien an den Gesprächen beteiligt, heißt es weiter. Die Lokalzeitung "Wuxi Daily" berichtete am Dienstag, dass derzeit bei Suntech monatlich Module mit einer Gesamtkapazität von 70 bis 80 Megawatt gefertigt würden. Der stellvertretende Bürgermeister von Wuxi wird dabei mit der Aussage zitiert, er hoffe, dass die Firma nach der Restrukturierung wieder ihre maximale Kapazität von 2,4 Gigawatt erreichen kann.

Gläubiger von Wuxi Suntech hatten im Frühjahr für die wichtigste chinesische Tochtergesellschaft des Photovoltaik-Herstellers die Insolvenz angemeldet. Insgesamt belaufen sich die Schulden auf 1,75 Milliarden US-Dollar. Dennoch hat die Lokalregierung von Wuxi ein großes Interesse am Erhalt des Unternehmens. Auch die wichtigste europäische Tochtergesellschaft von Suntech, die Suntech Power International, bemüht sich derzeit um eine Restrukturierung ihrer Schulden. Sie hat dafür von den zuständigen Schweizer Behörden ein mehrmonatiges Schuldenmoratorium erhalten. (Wenjing Feng/Sandra Enkhardt)