Das Photovoltaik-Unternehmen hat durch ein Schutzschirmverfahren, wie es nun auch Centrosolar anstrebt, die Entschuldung geschafft. Nun musste Centrotherm aber bekanntgeben, dass die Ergebnisse in den kommenden zwei Geschäftsjahren doch wohl schlechter als erwartet ausfallen werden.
Nach verschiedenen Medienberichten wird derzeit über die Kündigung von bis zu 130 Mitarbeiter bei dem brandenburgischen Photovoltaik-Unternehmen verhandelt. Dies wäre etwa ein Drittel der Belegschaft bei Haticon.
Der Solarglas-Hersteller könnte auf dem Wege eines Verkaufs an einen Investor oder eines Vergleichs mit den Gläubigern saniert werden. Der Insolvenzverwalter prüft derzeit auch die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit.
Die führenden chinesischen Photovoltaik-Hersteller werden in diesem Jahr voraussichtlich einen Marktanteil von mehr als 18 Gigawatt erreichen. Sie untergraben nach Ansicht der Analysten von NPD Solarbuzz aber die Preise der japanischen und europäischen Konkurrenten, um Marktanteile zu gewinnen.
Der Standort des Photovoltaik-Herstellers in Arnstadt könnte nach einem Zeitungsbericht in einen Industriepark umgewandelt werden. Damit könnten 1000 der 1600 Arbeitsplätze von Bosch Solar zunächst erhalten bleiben. Der Konzern sowie Thüringens Wirtschaftsminister wollten sich zu den laufenden Verhandlungen aber zunächst nicht äußern.
Ein weiteres Photovoltaik-Unternehmen hat nun einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Die Sanierung und Entschuldung während des operativen Betriebs ist damit gescheitert.
Nachdem die Bedingungen für Solarparks auf dem Heimatmarkt eher mau sind, richtet sich der Projektierer weiter international aus. In den USA will Belectric weitere Projekte mit 60 Megawatt Leistung bis Mitte kommenden Jahres realisieren.
Der Hamburger Photovoltaik-Hersteller kann neue Aufträge im Ausland verbuchen. In Thailand wird Conergy ein weiteres Photovoltaik-Großprojekt mit 21 Megawatt bauen. In den USA realisiert das Unternehmen derweil ein weiteres Projekt, bei dem der Solarstrom direkt vor Ort verbraucht wird.
Die EU-Kommission will für die Hälfte des Geldes einspringen, mit dem die ehemaligen Angestellten des Photovoltaik-Herstellers wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden sollen. Insgesamt suchen wohl noch 875 der 1244 ehemaligen First-Solar-Mitarbeiter nach einem neuen Job.
Erst im Mai hat der belgische Konkurrent Ducatt die Glassparte des deutschen Photovoltaik-Unternehmens mit Sitz in Fürth übernommen. Nun platzten Gespräche über die künftige Finanzierung. Der Geschäftsbetrieb läuft trotz Insolvenz aber weiter.