Centrosolar Glas: Insolvenzverwalter prüft Sanierungsoptionen

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Die Centrosolar Glas GmbH & Co. KG musste am Dienstag überraschend Insolvenz anmelden, wie pv magazine bereits berichtete. Nun gab es die erste offizielle Stellungnahme des vom Amtsgericht Fürth bestellten Insolvenzverwalters Daniel Fabian von der Kanzlei Dr. Schmitt & Partner. Das Verfahren habe zunächst keine Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. „Sämtliche Leistungen werden weiterhin in vollem Umfang erbracht“, erklärte Fabian. Die Löhne und Gehälter der rund 110 Mitarbeiter seien bis Ende des Jahres über das Insolvenzgeld gesichert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes habe der vorläufigen Insolvenzverwalter bereits in die Wege geleitet.

Fabian kümmere sich nun um die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die Sanierung von Centrosolar Glas, dass erst im Mai von Centrosolar an den belgischen Konkurrenten Ducatt für einen symbolischen Kaufpreis veräußert wurde. Er prüfe sowohl eine Sanierung über einen Verkauf an einen Investor als auch einen Vergleich mit den Gläubigern. Welcher Weg schließlich eingeschlagen werde, entscheide sich erst in den kommenden Wochen, so Fabian weiter. Derzeit sei er noch bei der Analyse der Zahlungsschwierigkeiten, die zum Insolvenzantrag führten.

Das Unternehmen ist bereits in den 70-iger Jahren gegründet worden. 2005 übernahm die Centrosolar-Gruppe dann den Hersteller und führte ihn unter dem Namen „Centrosolar Glas“ weiter, ehe er im Mai schließlich an den Dünnschicht-Glashersteller Ducatt N.V. ging. Centrosolar Glas stellt Solargläser für Photovoltaik-Module und thermische Flachkollektoren her. Nach Unternehmensangaben lag der jährliche Gesamtumsatz zuletzt bei etwa 36 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)

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