Haticon plant offenbar Entlassungen

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Haticon soll nach verschiedenen Medienberichten die Kündigung von 130 seiner 320 Mitarbeiter beabsichtigen. Diese Zahl sei während einer Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche von der Geschäftsführung genannt worden, bestätigte Sophie Bartholdy von der IG Metall dem „rbb“. Die Gewerkschaft bemühe sich derzeit um Vorschläge, wie die Zahl der Entlassungen bei dem Photovoltaik-Montagesystemhersteller noch verringert werden könne. Dem Bericht zufolge sieht die IG Metall die Existenz von Haticon trotz der geplanten Maßnahmen nicht als gefährdet an. Der Betriebsrat sei auch an den Verhandlungen beteiligt.

Haticon produziert und vertreibt seine Montagesysteme für Photovoltaik-Anlagen an zwei Standorten in Brandenburg. In Pinnow arbeitet nach rbb-Angaben ein Großteil der rund 320 Mitarbeiter. Am Standort Güterfelde sind es etwa 50 Mitarbeiter. Bartholdy erklärte demnach weiter, dass in Pinnow bereits ein Großteil der Mitarbeiter unter Fortzahlung ihrer Gehälter freigestellt sei. Erst zu Jahresbeginn hatte Haticon für drei Monate Kurzarbeit für seine Mitarbeiter beantragt. Die nun geplanten Entlassungen lägen in der schlechten Auftragslage und der anhaltenden Krise der Solarbranche begründet, hieß es weiter. Bereits kurz zuvor hatte der „rbb“ berichtet, dass die Produktion von Haticon deutlich zurückgefahren worden sei und ein Sozialplan erarbeitet werden solle. Mitte Oktober hieß es noch, es könnte 70 bis 90 Entlassungen geben.

Die Geschäftführung von Haticon bestätigte auf Nachfrage von pv magazine, dass "schlimmstenfalls 130 der 312 Mitarbeiter in allen Bereichen und Standorten des Unternehmens" von den Personalreduzierungen betroffen sein werden. Außerdem befinde sich die Geschäftsführung "in konstruktiven Verhandlungen" mit dem Betriebsrat, um einen "fairen Sozialplan" zu erarbeiten, der dann schnellstmöglich umgesetzt werden solle. (Sandra Enkhardt)