Bis zu 500 Millionen Euro Finanzmittel für Photovoltaik, Speicher und Ladeinfrastruktur im öffentlichen Sektor

1Komma5°, Dachanlage, Gewerbe, Gründach

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Die öffentliche Hand hat ein großes Potenzial, auf ihren Gebäuden Photovoltaik-Anlagen zu installieren. Doch vielerorts hapert es bei Investitions- und Umsetzungsentscheidungen. Dies will eine Kooperation von 1Komma5°, Nord/LB und Deutsche Bank nun ändern und stellt bis zu 500 Millionen Euro für die Energiewende im öffentlichen Sektor bereit. Sie sollen in Energieprojekte fließen, die mit Photovoltaik, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur und intelligente Steuerung die Infrastruktur öffentlicher Gebäude umfassend elektrifizieren und dabei die Stromkosten um 30 bis 40 Prozent senken können, wie 1Komma5° am Montag mitteilte. Die Modernisierung werde dabei vollständig privat finanziert, sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalmittel.

Ziel der Finanzierungsallianz ist es 1Komma5° zufolge sich kurzfristig bundesweit an öffentlichen Vergabeverfahren zu beteiligen, um entsprechende Projekte gemeinsam umzusetzen. Perspektivisch könnte das Modell auch auf weitere europäische Länder übertragen werden. Das Hamburger Start-up hat im vergangenen November einen Zuschlag des niedersächsischen Finanzministeriums erhalten, um Photovoltaik-Anlagen auf 550 Landesgebäuden in der Region Südost zu installieren. Die Umsetzung bildet auch den Startpunkt der gemeinsamen Initiative und es ist eine Finanzierung von rund 25 Millionen Euro für die Installation und den Betrieb der Photovoltaik-Anlagen vorgesehen.

Die Aufgabenteilung innerhalb der Allianz sieht vor, dass 1Komma5° seine Expertise beim Erneuerbaren-Ausbau und intelligentem Energiemanagement einbringt, während die Nord/LB als Manated Lead Arraner zusammen mit der Deutschen Bank die Finanzierung der Projekte strukturiert. Die Aufnahme weiterer Finanzierungs- und strategische Partner sei möglich.

Nach Berechnungen von 1Komma5° kann die öffentliche Hand mit der Umsetzung entsprechender Projekte Stromkosten in Höhe von 30 bis 40 Prozent einsparen. Steuergelder müssten dafür nicht fließen, doch die Bundesländer müssten geeignete Flächen zur Verfügung stellen. Kern des Modells sei ein Gesamtsystem von 1Komma5° , das mithilfe von künstlicher Intelligenz Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Strom intelligent vernetzt und steuert.

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