Sono Motors erwartet Ende des Insolvenzverfahrens und bestätigt Investoren-Einstieg

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Die auf fahrzeugintegrierte Photovoltaik spezialisierte Sono Motors GmbH geht einer Mitteilung zufolge davon aus, das seit Mai 2023 laufende Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bis Ende Februar abschließen zu können. Der von dem Münchener Unternehmen vorgelegte Insolvenz und Restrukturierungsplan sei vom zuständigen Amtsgericht München bestätigt worden. Mit dem Abschluss von „verbleibenden formalen Maßnahmen“ rechnet Sono Motors bis zum 29. Februar.

Gleichzeitig konnte das Unternehmen den Abschluss der im vergangenen November angekündigten Investorenvereinbarung mit YA II PN, Ltd. („Yorkville“) melden. Die jetzt erlangte gerichtliche Genehmigung war demnach eine der aufschiebenden Bedingungen für die Vereinbarung mit dem Investor. Eine erste Tranche der Investition in nicht genannter Höhe wurde Sono Motors zufolge am 6. Februar finanziert.

Das Unternehmen, das 2016 ursprünglich für Entwicklung, Produktion und Vertrieb des Solar-Elektroautos „Sion“ gegründet wurde, stellte dieses Projekt nach etlichen Rückschlägen Anfang 2023 endgültig ein und fokussierte sich auf Lösungen für die Integration von Solarzellen in Fahrzeuge. Nun implementiert man der Mitteilung zufolge seit Anfang dieses Jahres das neue Geschäftsmodell und die neue Unternehmensstruktur. Die neue Geschäftsführung stellen Jan Schiermeister und Denis Azhar, beide langjährige Mitarbeiter von Sono Motors. Kernprodukte seien künftig das „Solar Bus Kit“, ein für Busse entwickeltes „Nachrüstprodukt für die Solarintegration“, sowie die firmeneigene Leistungselektronik, „welche die Solarintegration für eine Vielzahl von Fahrzeugen ermöglicht, darunter Kühlfahrzeuge, E-Vans und E-Trucks“.

Dankbar für Zustimmung der Community

Sie seien „dankbar, dass unsere Community für den Insolvenzplan gestimmt hat und uns damit eine Chance gibt, diese Mission zu realisieren“, erklärten die beiden neuen Geschäftsführer. Man habe mit Solar Bus Kit „ein marktreifes Produkt“, das den Energieverbrauch und damit auch die Kosten für den Busbetrieb reduzieren könne. Es sei „in nahezu jedem Bus nachrüstbar und spricht damit einen großen potenziellen Markt an“. Im Rückgriff auf die Erfahrungen aus jahrelanger Entwicklungsarbeit und die Patente des Unternehmens könne man zudem auch weitere eigenständige Lösungen entwickeln und habe damit das Potenzial, „ein florierendes Geschäft für die kommenden Jahre zu schaffen.“

Sono Motors hat kürzlich auch eine erste Vereinbarung für das „Solar Bus Kit“ abgeschlossen. Das ungarische Unternehmen Nova-Papír Zrt fungiert demnach „als erster Reseller“ für das Produkt, wobei das Verkaufsziel von 81 Kits bis Ende 2025 noch eher niedrig gesteckt ist. Sono Motors erhofft sich aber, dass die Vereinbarung „zum Markteintritt in Ungarn führt und Osteuropa als vielversprechenden potenziellen Markt für die Solartechnologie des Unternehmens öffnet“.

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