426 Meter Solarzaun um Hydros Strangpresswerk

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Es ist ein kleiner Beitrag, doch einer der ein weithin sichtbares Zeichen setzt: An seinem Strangpresswerk in Offenburg will Hydro einen 426 Meter langen Solarzaun installieren. Die Photovoltaik-Lösung, die Next2Sun vor einiger Zeit auf den Markt gebracht hat und die von unserer Jury als pv magazine Spotlight ausgezeichnet wurde, soll künftigen einen Beitrag zur Senkung der Emissionen in dem Werk leisten.

Hydro Extrusions realisiert das Photovoltaik-Projekt zusammen mit den Kollegen von Hydro Rein, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2030 die Emissionen um 30 Prozent und bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Dafür läuft die Umrüstung an den Hydro-Standorten auf Erneuerbare, teilweise durch den Strombezug, teilweise durch eigene Erzeugung.

Der Solarzaun wird nun einen kleinen Beitrag leisten. Die Photovoltaik-Anlage, bei der die Module im 90 Grad-Winkel aufgestellt werden, soll jährlich etwa 85 Megawattstunden Solarstrom erzeugen. Aus Sicherheitsgründen müssen die Hydro-Werke eingezäunt werden. Mit der Lösung von Next2-Sun ergibt sich gleich noch ein Doppelnutzen und nicht nur Unbefugten wird der Zutritt zum Gelände verwehrt.

„Jeder Schritt zählt auf dem Weg zu null Emissionen. Der Energieverbrauch eines Strangpresswerks ist signifikant“, sagt Hubert Ronecker, Geschäftsführer des Strangpresswerks in Offenburg. „Der Solarzaun ist ein kleiner Beitrag verglichen mit unserem Gesamtenergieverbrauch, zeigt aber deutlich, dass Hydro wo immer möglich innovative Lösungen findet.“ Wenn sich die Photovoltaik-Anlage in Offenburg bewährt, dann könnten solche Solarzäume auch an den mehr als 100 anderen Hydro-Standorten weltweit errichtet werden.

An dem deutschen Standort soll der Solarzaun auch nur der erste Schritt in Richtung Emissionsminderung sein. In Offenburg plant Hydro zudem die Installation einer Photovoltaik-Dachanlage für das nächste Jahr, um noch mehr Solarstrom für die dortige Produktion zu erzeugen, wie ein Sprecher auf Anfrage von pv magazine erklärte. Die Nutzung von Freiflächen um das Werk für eine noch größere Photovoltaik-Anlage sei bislang nicht möglich. An anderen Standorten ist Hydro schon weiter, etwa in Schweden. Das dortige Strangpressenwerk und die Recyclinganlage würden bereits mit 100 Prozent erneuerbaren Energien betrieben. Dafür seien in der ersten Phase Solarmodule und ein Batteriespeicher installiert worden, die gemeinsam mit Wasserkraft für die saubere Energieversorgung sorgen. In der zweiten Phase sollen noch Windkraft und grüner Wasserstoff das System ergänzen, wie der Hydro-Sprecher weiter erklärte.

Übrigens ist Next2Sun selbst Kunde von Hydro Extrusions. Für den Rahmen und die Struktur des Solarzauns bezieht es von dem Unternehmen die entsprechende Produkte, die im Werk in Offenburg stranggepresst werden.

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