Eco Stor schafft Transparenz auf dem Großspeicher-Markt

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Im Gegensatz zu Photovoltaik-Heimspeichern wächst der Markt für Batterie-Großspeicher entlang der Marktchancen auf den Großhandelsmärkten. Dabei sind sich Experten einig, je mehr Photovoltaik- und Windkraftanlagen installiert sind, desto mehr aktive Speicherkapazitäten an den Großhandelsmärkten braucht es, um eine stabile Energieversorgung gewährleisten zu können. Für das 2021 im bayerischen Kirchheim gegründete norwegisch-bayerische Unternehmen Eco Stor ist beides gleichermaßen wichtig. Allein für dieses Jahr hat das Unternehmen den Bau von Großspeichern im dreistelligen Megawattstundenbereich geplant. Im nächsten Jahr soll in die Projektgrößenordnung von 200 Megawattstunden je Standort hochskaliert werden.

Doch die Projektierung der Großspeicher ist nur eine Seite, die andere ist zu zeigen, wie die Großspeicher für die Pufferung der Volatilität an den Großhandelsmärkten genutzt werden können. Daran arbeitet ein Data Science Team bei Eco Stor und insbesondere an der Frage, ob die wachsende Speicherkapazität mit dem Ausbau von Photovoltaik und Windkraft Schritt hält. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie die unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten die Geschäftsmodelle gegenseitig beeinflussen. Aufgrund von eher wenigen öffentlich verfügbaren Daten hat das Team von Eco Stor daher ein eigenes Tool entwickelt, was dem Monitoring des Speicherwachstums dient.

Es basiert auf den Anmeldungen der Speicher im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. In die Datenerfassung fließen dabei alle Großprojekte mit mehr als 1.000 Kilowattstunden Kapazität und Netzanbindung ab Mittelspannungsebene ein. Dies sei als Auswahlkriterium festgelegt worden, weil Speicher erst ab dieser Größe sinnvoll am Großhandelsmarkt teilnehmen können. Der Speichermonitor von Eco Stor ist dabei frei zugänglich.

Das Speichermonitoring von Eco Stor zeigt, wo bislang in Deutschland große Batteriespeicher gebaut oder geplant sind.

Screenshot: Eco Stor Speichermonitor

Für das Unternehmen steht bei seinem Speichermonitor im Vordergrund Transparenz zu schaffen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie ein stark wachsender Geschäftsbereich entsteht, der als tragende Säule für die Energiewende wahrgenommen werden muss. Zugleich sei es eine wertvolle Informationsplattform für Investoren, Banken und Versicherungen, erklärt Georg Gallmetzer, Mitglied der Geschäftsführung von Eco Stor. Zumal es ein neutrales, herstellerübergreifendes Tool sei, dass ausschließlich auf frei verfügbaren Daten basiert.

Dies könnte auch der Treiber für ein weiter dynamisches Marktwachstum sein, denn Modelle sind für Investoren immer dann interessant, wenn sie sich bewährt haben und eine gewisse Größenordnung erreichen, wie es von Eco Stor weiter heißt. Bereits jetzt werden die meisten Großspeicher von privaten oder institutionellen Kapitalgebern finanziert. Die aktuell immer weiter ansteigende Volatilität der Strompreise führt mittlerweile dazu, dass das zeitversetzte Trading mit Energie eine ausreichende Rendite abwirft, um solche Speicher zu investieren, zu bauen und zu betreiben, wie das Unternehmen aus Bayern betont. Dabei gelte, je stärker die Preisschwankungen an der Börse, desto höher die Rendite für die Investoren, wenn sie die Vermarktung als Flexibilität an den Großhandelsmarktplätzen als Geschäftsmodell für ihre Speicher nutzen.

Aktuell sind im Speichermonitoring knapp 190 Großspeicher mit mehr als 600 Megawatt Leistung erfasst. Weitere Projekte mit gut 400 Megawatt sind im Marktstammdatenregister als in Planung befindlich registriert. Allerdings i ist die Registrierung des Planungsstatus nicht verpflichtend, so dass Eco Stor von einem deutlich größeren tatsächlichen Planungsumfang neuer Großspeicher ausgeht.

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