Senec: Neue Firmware reduziert Zahl der abgeschalteten Photovoltaik-Heimspeicher

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pv magazine: Haben Sie seit dem Webinar weitere Fortschritte gemacht, also konnten noch mehr Speicher aus dem Stand-by-Betrieb geholt werden?

Marco Augustin (Foto): Ja, wir konnten mit der neuen Firmware 2997 weitere Fortschritte erzielen und die Anzahl an Abschaltungen reduzieren. Die Inhalte der Firmware 2997 finden sich auf der Website unter: https://senec.com/de/updates

Sind alle Senec-Speicher mit dem „Smart Guard“ ausgestattet? 

Ja, alle Senec.Home V2.1 und Senec.Home V3 hybrid Speicher sind inzwischen mit dem „Smart Guard“ ausgestattet.

Webinar-Aufzeichnung und mehr

Eine Aufzeichnung des Webinars „So will Senec für mehr Sicherheit bei Batteriespeichern sorgen“ vom 20. Juli sowie weiterführende Informationen finden Sie hier.

Außerdem hat Senec zu weiteren Themenkomplexen, die in dem Webinar nicht eingehend behandelt werden konnten, Stellung genommen. Die Antworten finden Sie hier

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Der „Smart Guard“ ist abhängig von Daten und Sensoren. Wie weit wurde hierbei an Redundanzen in der Sensortechnik gedacht und die Unabhängigkeit vom Zellhersteller bei der Überwachung? 

Die Redundanz von Sensoren und Wirkungsketten ist, unabhängig vom „Smart Guard“, ohnehin lokal zur Erfüllung normativer Anforderungen notwendig – diese Redundanz nutzen wir selbstverständlich weiterhin und ergänzen sie mit den Remote-Algorithmen, wie im Webinar dargestellt.

Wieviele Fernabschaltungen durch den „Senec Smart Guard“ gibt es aktuell etwa pro Woche und ist es möglich nur einzelne Module der Speicher zu deaktivieren, um keine 100-prozentige Einschränkung der Speicherkapazität bei den Kunden zu haben?       

Wir arbeiten aktuell weiter an der Reduzierung der Fernabschaltungen und dem maximalen Support der Fachpartner, um den Tauchprozess so einfach und kurz wie möglich zu gestalten. Das automatische Abschalten einzelner Module ohne Eingriff des Fachpartners ist momentan mit den vorhandenen Maßnahmen unter anderen aufgrund der Parallelschaltung der Module nicht möglich.

Kann ohne Internetanbindung keine Sicherheitsüberwachung für den Senec-Speicher durchgeführt werden?

Auch wenn der Senec-Speicher vorübergehend keine Verbindung zum Internet hat, wird der lokale Algorithmus des „Smart Guard“ auf dem Speicher durchgeführt. Nach 72 Stunden ohne Internetverbindung stellt der Speicher den Regelbetrieb ein, das bedeutet die Batterien werden abgeschaltet und es erfolgt nur noch – wenn erforderlich – eine Notladung zum Schutz der Tiefenentladung.

Wie erfährt der Senec-Kunde davon, dass sein Speicher fernabgeschaltet wurde und welche Maßnahmen folgen seitens Senec nach der Fernabschaltung der Speicher?

Bei einigen wenigen Anlagen haben intensive Untersuchungen leider gezeigt, dass sie nicht per Fernwartung auf einen Betriebsmodus gebracht werden können, der unseren internen Qualitäts- und Leistungsstandards entspricht. Daher werden wir bei diesen Systemen Batteriemodule tauschen. Die Kunden werden individuell durch unser Service-Team beziehungsweise den Fachpartner direkt  informiert, um im Anschluss einen Termin zum Modultausch zu vereinbaren.

Wenn Batteriemodule getauscht werden müssen. Wie schnell passiert das und wer trägt die Kosten dafür?   

Der Modultausch erfolgt für die Kunden kostenfrei. Senec kommt für die erforderlichen Arbeiten und die auszutauschenden Teile auf. Die Beschaffung neuer Module kann – aufgrund der nach wie vor sehr angespannten Situation auf dem Weltmarkt – noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Hierfür bitten wir um Verständnis. Fachpartner haben die Möglichkeit, zwischenzeitlich nur einzelne, auffällige Module zu entfernen, damit der Speicher zumindest mit verminderter Kapazität wieder in Betrieb gehen kann. Aktuelle Infos sind auch unter https://senec.com/de/standby-modus abrufbar. Zudem sind bereits Mitte Juli sowohl unsere Kunden als auch die Fachpartner über das Vorgehen via Newsletter informiert worden.

Konnten Sie mittlerweile ergründen, worauf die unkontrollierten Schwingungen zwischen maximaler Entladung und Beladung zurückzuführen sind, wenn das Peak-Shaving aktiviert ist und führt dies nicht zu einer schnelleren Alterung der Batterien?

Auf Basis des Hinweises im Webinar hat unser Team das Phänomen in den Betriebsdaten untersucht. Bisher konnte das Verhalten weder im Labortest nachgestellt werden, noch trat es während der umfangreichen Freigabetest für die Firmware-Versionen auf. Es muss aber eine Ursache für das geschilderte Verhalten geben, welches wir derzeit mit Hochdruck untersuchen.

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