BEG: 21.000 Euro an zusätzlicher Förderung für Photovoltaik-Anlagen möglich

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Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden ab 1. Juli bauliche Maßnahmen in diesen Bereichen noch stärker gefördert. Wer bei Neubau und Sanierungen auf den Einsatz erneuerbarer Energien setzt – etwa mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage – profitiert von noch höheren Zuschüssen, wie Zolar am Donnerstag erklärte. Die Berechnungen des Start-ups zeigen, dass zusätzlich bis zu 21.000 Euro an Förderung mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage möglich sind. Grundlage dafür ist die Einführung der neuen Energieeffizienzklasse für Gebäude, der Effizienzhausklasse EE (Erneuerbare-Energien). Diese setzt voraus, dass erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 Prozent des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen.

Mit Erreichen einer EE-Klasse erhöht sich der Tilgungszuschuss für einen Neubau um 2,5 Prozent und für Sanierungsprojekte um 5 Prozent, wie es weiter heißt. Der Kreditrahmen steige gleichzeitig von 120.000 auf 150.000 Euro. Dieser finanzielle Vorteil sorgt für eine attraktive Refinanzierung einer Photovoltaik-Anlage. In Rechenbeispielen zeigt Zolar auf, was für die Hausbesitzer möglich ist. Bei einer Sanierung zu einem beliebigen Effizienzhaus mit einer Wärmepumpe und der gleichzeitigen Installation einer Photovoltaik-Anlage erhöht seinen Kreditrahmen um 30.000 Euro und sichert einen fünf Prozent höheren Tilgungszuschuss. Das entspricht einer Summe von 21.000 Euro – die Höhe der durchschnittlichen Anschaffungskosten einer Photovoltaik-Anlage. Beim Effizienzhaus 40 plus ist das Erreichen der Vorgaben durch die Installation einer Photovoltaik-Anlage und eines Heimspeichers möglich. Im Vergleich zum KfW 40 Haus erhalten Eigenheimbesitzer einen zusätzlichen Zuschuss von 13.000 Euro, der einen Großteil der Anschaffungskosten für die Photovoltaik-Anlage bereits abdeckt, wie es von Zolar heißt.

Beim Neubau eines beliebigen Effizienzhauses wird mit einer Wärmepumpe und der zusätzlichen Installation einer Photovoltaik-Anlage die EE-Klasse erreicht. Damit kommt es zu einem erhöhten Kreditrahmen von 30.000 Euro sowie einem 2,5 Prozent höheren Tilgungszuschuss. Effektiv bedeute dies einen Vorteil von 8250 Euro und damit einen großen Teil der Anschaffungskosten für eine Photovoltaik-Anlage. Die genaue Höhe der Zuschüsse hänge davon ab, wie energieeffizient die baulichen Maßnahmen und wie hoch die förderfähigen Kosten sind.

Um Doppelförderungen zu vermeiden, müssen sich Hausbesitzer allerdings für ein Programm entscheiden – also BEG oder EEG. Bei der Vergabe von Zuschüssen setzt die BEG den Verzicht auf die Vergütung für eingespeisten Solarstrom voraus. Nach Ansicht von Zolar angesichts kontinuierlich sinkender EEG-Einspeisetarife und der Möglichkeit des solaren Eigenverbrauchs eine klare Sache zugunsten der neuen Bundesförderung.

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