EuPD Research: Speicher können CO2-Emissionen im deutschen Strommix weiter senken

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EuPD Research hat im Auftrag des Stromspeicherspezialisten E3/DC für das Jahr 2020 untersucht, mit wieviel CO2-Emissionen eine Kilowattstunde Strom innerhalb des Tages- und des Jahresverlaufs belastet ist. Demnach sorgt der stetig wachsende Anteil erneuerbarer Energien insgesamt zu sinkenden Emissionen der Stromerzeugung in Deutschland. Die Detailanalyse zeige jedoch starke Schwankungen zwischen einem Minimalwert von 87 Gramm CO2 je Kilowattstunde und einem Maximum von 664 Gramm CO2 je Kilowattstunde.

Das Problem: In Phasen ohne Wind oder Sonne springen konventionelle Kraftwerke ein. In Kalenderwoche 17 beispielsweise hat laut EuPD Research im Wochenverlauf der Anteil der fossilen Kraftwerke an der deutschen Bruttostromerzeugung im Minimum bei 17 Prozent und in der Spitze bei 71 Prozent gelegen, und der Beitrag von Braun- und Steinkohle zur deutschen Stromproduktion habe in dieser Kalenderwoche zwischen 6 und 30 Prozent gependelt. Weitere Beispiele: Die Nacht vom 26. zum 27. November 2020 sei von einer Windflaute gekennzeichnet gewesen, so dass Kohlekraftwerke die Stromerzeugung dominiert hätten – was zu Emissionen von 659 Gramm CO2 je Kilowattstunde geführt habe. Und auf den sonnigen 23. April sei eine windstille Nacht gefolgt, in der die CO2-Emissionen auf 408 Gramm je Kilowattstunde und damit auf das Dreifache des Werts vom Vortag gestiegen seien.

„Die bisherigen Studienergebnisse belegen, dass der steigende Anteil erneuerbarer Energien zwar mit einer Reduktion der CO2-Emissionen im Strommix einhergeht“, so Martin Ammon von EUPD Research. Die Versorgung mit erneuerbarem und damit CO2-freiem Strom in der Nacht sowie im Winterhalbjahr sei jedoch eine Herausforderung, der allein durch den flächendeckenden Ausbau an Speicherkapazitäten begegnet werden könne. „Die Gegenüberstellung von durchschnittlicher Solarleistung und dem CO2-Emissionsfaktor offenbart, dass in den Zeiten mit der höchsten solaren Stromerzeugung die CO2-Emissionen am geringsten ausfallen“, so die Analysten. Dies lasse den positiven Beitrag der Photovoltaik zur CO2-Reduktion im Strommix ebenso deutlich erkennen wie den Bedarf an effektiver Solarstromspeicherung.

 

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