Ampere-Cloud startet und verspricht maximalen Nutzen für Anwender

Teilen

pv magazine: Sie starten die Ampere-Cloud. Was kann man sich darunter vorstellen?
Florian Strunck
: Die Ampere-Cloud steht für einen echten Paradigmenwechsel im Markt. In unseren Produkten, dem Datenlogger „cloud.log“ und dem Monitoring-Portal „cloud.vision“, steht immer der maximale Nutzen für die Anwender an erster Stelle. Für sie reduzieren wir die Komplexität der technischen Implementierung und Wartung, senken die Betriebskosten massiv. Im Gegenzug maximieren wir durch den Einsatz innovativer, internetbasierter Technologien „Made in Germany“ die Zukunftssicherheit ihrer Photovoltaik-Anlagen.

Wie kam es dazu, dass Sie eine solche Lösung entwickelt haben und wer war daran beteiligt?
Ampere-Cloud ist zu 100 Prozent aus Anwendersicht entstanden. Zwei unserer Gesellschafter sind seit über zehn Jahren erfolgreich im Photovoltaik-Markt aktiv. Sie brauchten Datenlogger und ein Monitoring für die eigenen Anlagen und die ihrer O&M-Kunden. Auf dem Markt war überwiegend teure Spezial-Hardware zu finden und viele Anbieter haben ihre Lösungen nur mit den eigenen Komponenten verbunden. Ein Risiko waren auch Technologiesprünge oder neue Vorgaben, wie etwa in der Direktvermarktung, die für Anwender jedes Mal mit teuren Umrüstungen verbunden waren. Vor allem aus diesen Gründen haben sie vor fünf Jahren damit begonnen, eigene Datenlogger und ein eigenes Monitoring zu entwickeln.

Was sind die Vorteile?
Die Stromvergütungssätze gehen seit Jahren stark zurück. Jeder Photovoltaik-Betreiber und Stromanbieter muss mehr denn je auf die eigenen Betriebskosten achten. Das ist unsere Mission. Wir unterstützen unsere Partner aus Überzeugung durch die standardmäßige Laufzeitgarantie und indem wir unter anderem teure Spezial-Hardware zugunsten standardisierter Software reduzieren. Das spart Kosten für Implementierung und Wartung und verlängert die Lebensdauer der Datenlogger. Außerdem vereinfachen wir die technische Implementierung und Konfiguration erheblich. Der Datenlogger ist in nur wenigen Minuten mit der Anlage vor Ort verbunden und konfiguriert sich dann selbst über das Internet. Weil unser Portal „cloud.vision“ ein echter digitaler Zwilling der Photovoltaik-Anlage ist, kann alles Weitere bequem über das Internet und aus dem Büro heraus gesteuert werden. Selbst der Wechsel des Direktvermarkters ist auf Knopfdruck über „cloud.vision“ möglich.

Warum macht es Sinn, den Datenlogger zu reduzieren?

Um es deutlich zu sagen: Das bisherige Konzept sehr leistungsstarker, technologisch komplexer und damit teurer Datenlogger ist nicht mehr zum Vorteil der Anwender. Viel Hardware vor Ort bedeutet eben auch mehr Anfälligkeit und höheres Ausfallrisiko, was wiederum Kosten für die Wartung oder im schlimmsten Fall eine Neuanschaffung nach sich zieht. Sie werden beispielsweise vergeblich nach einem Touch-Screen auf unserem Datenlogger suchen, weil heutzutage jedes Smartphone über einen sehr guten Bildschirm verfügt. Mit internetbasierten Technologien können wir sehr innovative und kosteneffiziente Lösungen für den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen anbieten.

Wie viel kostet es Betreiber von Photovoltaik-Anlagen, wenn sie ihre Lösung implementieren wollen?
Wir wollen es unseren Partnern mit einer kosteneffizienten Full-Service-Lösung einfach machen, sich für uns zu entscheiden. Als Beispiel: Datenlogger und Monitoring für eine Photovoltaik-Anlage bis 250 Kilowatt Leistung, inklusive Direktvermarktung und Fernsteuerbarkeit bieten wir schon ab 25 Euro im Monat an. LTE-Standard für alle verfügbaren Netze und ein LTE-Router sind da schon inklusive. Alternative Kauflösungen am Markt werden damit, gerade über längere Laufzeiten und bei Neuanschaffungen außerhalb der gesetzlichen Garantie, klar abgehängt.

Warum bieten Sie ihr Modell zur Miete an und wie sehen dafür die Konditionen aus?
Bisher wurde das Risiko am Markt immer beim Kunden abgeladen. Er wurde zur Kasse gebeten, wenn die Technik außerhalb der knappen Garantielaufzeiten ausfiel oder wenn sich sonstige Bedingungen verändert haben. Zusammengefasst: das ist nicht unser Verständnis von Partnerschaft. Wir wollen die Anwender auf die technologische Reise der nächsten Jahre mitnehmen – ohne zusätzliche Kosten. Das Mietmodell und die Laufzeitgarantie sichern den Kunden langfristig ab. Die Ampere-Cloud schultert den Kosten- und Innovationsdruck und ehrlich gesagt, freuen wir uns sehr auf die Möglichkeiten, die unsere Technologien in den kommenden Jahren für unsere Partner und uns bereithalten.

Haben Sie bereits Vertriebs- und Kooperationspartner gefunden?
Ja, wir sind begeistert, dass wir schon vor dem Marktstart das Vertrauen sehr namhafter und etablierter Partner für unser Konzept gewinnen konnten. Das spricht für den Erneuerungswunsch in der Branche und den Bedarf an innovativen, kosteneffizienten Lösungen. Besonders stolz sind wir auf die Partnerschaft mit Hanwha Q-Cells. Seit dem Jahresstart 2020 sind wir ihr Technologiepartner im entsprechenden Anwendungsbereich. Eine weitere spannende Partnerschaft besteht seit Beginn des Jahres mit dem Plattformanbieter Solytic.

Welche Ziele für die Entwicklung haben sie sich für 2020 gesetzt?
Es wird ein ganz spannendes Jahr, nicht nur für die Ampere-Cloud. Die Energiebranche ist in den letzten Jahren stark in Bewegung geraten. Die Wettbewerbsdichte hat enorm zugenommen. Angetrieben wird die teils disruptive Verschiebung der Wertschöpfung durch digitale, cloudbasierte Technologien. Digitalisierung ist auch der Schlüssel zur weiteren Transformation der Energiewirtschaft, in der die Service- und Dienstleistungen im Bereich der erneuerbaren Energien einen besonderen Stellenwert einnehmen. Die Auswahl einer zukunftssicheren Technologie wirkt sich branchenweit auf den Geschäftserfolg aus. Das sind sehr gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung von Ampere Cloud.