SMA kann EBIT-Verlust 2019 deutlich reduzieren

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Die SMA Solar Technology AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Photovoltaik-Wechselrichter mit 11,4 Gigawatt Gesamtleistung absetzen können. Dies ist eine Steigerung um 34 Prozent gegenüber dem Jahr davor, wie das hessische Unternehmen am Freitag bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für 2019 bekannt gab. Demnach konnte SMA den Umsatz von 760,9 auf etwa 915 Millionen Euro steigern und übertrag sogar die Prognose des Vorstands. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erwartet das Unternehmen bei rund 35 Millionen Euro – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 69,1 Millionen Euro im Jahr 2018.

Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) gelang der Turnaround im vergangenen Jahr nicht ganz. Dennoch reduzierte SMA den Verlust deutlich. Nach -152 Millionen Euro im Jahr 2018 lag das EBIT 2019 bei -11 Millionen Euro. SMA rechnet nach eigenen Angaben mit Abschreibungen in Höhe von rund 45 Millionen Euro. Die finalen Geschäftszahlen für 2019 werden am 26. März veröffentlicht.

Zuversicht herrscht für 2020. Der Vorstand geht von einem Umsatzwachstum auf 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro aus. Dabei werde ein EBITDA-Gewinn zwischen 50 und 80 Millionen Euro angestrebt. Positive Impulse erhofft sich das Unternehmen dabei im Wesentlichen aus Europa und Amerika sowie durch das weitere Wachstum des Speichermarktes.

„Nach einem schwierigen Jahr 2018 haben wir 2019 erfolgreich Maßnahmen zur Kostensenkung und Umsatzsteigerung implementiert“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Jürgen Reinert. Zudem sei es gelungen im Kerngeschäft Marktanteile zurückzugewinnen. Die Einführung von Systempaketen für private und gewerbliche Photovoltaik-Anlagen habe die Entwicklung zum System- und Lösungsanbieter vorangetrieben. Auch das Geschäft mit Batterie-Wechselrichtern lief für SMA gut und es konnte seinen Absatz und Auftragslage in dieser Sparte deutlich steigern. Zudem sei das Portfolio im O&M-Geschäft für große Photovoltaik-Anlagen 2019 um 50 Prozent auf 4,5 Gigawatt gewachsen. „Wir werden den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortsetzen und erwarten für 2020 eine weitere Steigerung bei Umsatz und Ergebnis“, so Reinert weiter. Auch in diesem Jahr sollen weitere Maßnahmen zur Kostensenkung implementiert werden.

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