Schlussrechnung im Insolvenzverfahren von SAG Solarstrom vorgelegt

Teilen

Knapp sechs Jahre ist es her, als SAG Solarstrom beim Amtsgericht in Freiburg Insolvenz anmelden musste. Ende Oktober nun reichte der Insolvenzverwalter Jörg Nerlich von der Kanzlei Görg in Köln die Schlussrechnung im Insolvenzverfahren beim Gericht ein. Er gehe von einer Insolvenzquote von 45 bis 50 Prozent ein. Darin inbegriffen seien die bereits erfolgten Abschlagsverteilungen an die Gläubiger. Die genaue höhe hänge zudem von den noch zu erwartenden Erlösen aus der Liquidation der Tochtergesellschaften ab. Das Freiburger Insolvenzgericht wird die Schlussrechnung nun prüfen. Danach werde ein mündlicher Schlusstermin für das Insolvenzverfahren anberaumt.

Im Dezember 2013 musste SAG Solarstrom Insolvenz anmelden, da sich zugesagte Zahlungen in Höhe von 20 Millionen Euro verzögerten. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung habe keine bilanzielle Überschuldung vorgelegen, heißt es von den Anleihegläubigern. Ende Oktober 2014 wurde SAG Solarstrom dann im Zuge einer übertragenen Sanierung an die SF Suntech Deutschland GmbH verkauft. Der Kaufpreis für den gesamten operativen Geschäftsbetrieb sowie die Assets belief sich auf 65 Millionen Euro.