Sentis Capital will unbedingt in den Verwaltungsrat von Meyer Burger

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Bereits seit Monaten versucht der größte Einzelaktionär Sentis Capital, auf die Entscheidungen der Meyer Burger Technology AG Einfluss zu nehmen. Auch in dieser Woche war dies nicht anders. Am Mittwoch meldete der Schweizer Technologiekonzern ein „Traktandierungsbegehren“ von Sentis Capital für eine künftige Generalversammlung. So fordere der Aktionär die Sentis-Führungskräfte Anton Karl und Mark Keredes als zusätzliche Mitglieder in den Verwaltungsrat von Meyer Burger zu wählen. Das Schweizer Unternehmen nahm das Begehren nach eigenem Bekunden zur Kenntnis und kündigte dessen Prüfung auf der nächsten Versammlung an.

Am Freitag verschickte Sentis Capital dann eine eigene Mitteilung, wonach eine Aktionärsgruppe die „Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung und die Wahl von echten Aktionärsvertretern in den Verwaltungsrat“ von Meyer Burger forderte. Zu der Gruppe, die mehr als zehn Prozent der Stimmrechte kontrolliere, gehörten neben Sentis Capital auch der Teutonia Opportunity Fund und ein Kreis privater Aktionäre. Um das Vertrauen in die Technologie- und Kostenführerschaft bei der Heterojunction-Technologie von Meyer Burger zu belegen, habe Sentis Capital selbst seinen Anteil auf knapp 8,22 Prozent erhöht, hieß es weiter.

„Angesichts der jüngsten Entwicklungen bei der Meyer Burger Technology AG ist offensichtlich, dass beim Solarzulieferer in nächster Zeit wichtige Entscheidungen anstehen“, erklärte Sentis. Es bezieht sich damit auf die Ankündigung des Technologiekonzerns von vor wenigen Tagen. Meyer Burger kündigte mit Veröffentlichung der enttäuschenden Halbjahreszahlen an, alle strategischen Optionen für die weitere Strategie und Geschäftsentwicklung prüfen zu wollen. „Ein allfälliger Strategiewandel und damit einhergehende mögliche Transaktionen müssen unter Einbindung der Eigentümer geschehen und dem Markt transparent kommuniziert werden. Dies war in der Vergangenheit nicht sichergestellt“, hieß es dazu von Sentis Capital. Daher sei eine außerordentliche Generalversammlung erforderlich, ehe es strategische Beschlüsse gebe. Zudem müssten die Aktionäre an den Entscheidungen beteiligt werden, weshalb die zuvor vorgeschlagenen Sentis Capital-Vertreter in den Verwaltungsrat gewählt werden müssten.

Sentis Capital erklärte zudem, dass die Aktionärsgruppe bereit sei, „weitere konstruktive Aktionäre aufzunehmen, die gewillt sind, die Gruppe in ihren Zielen zu unterstützen und die mindestens 500.000 Aktien der Meyer Burger Technology AG besitzen“.