Nochmal mehr: Energy-Charts ermittelt Anteil von 67 Prozent Erneuerbaren an der Nettostromerzeugung

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Der Rekord hielt nur eine Woche. Mit 65 Prozent erreichten die Erneuerbaren in der Kalenderwoche zehn einen Anteil, wie sie ihn eigentlich erst 2030 haben sollten. Nur eine Woche später vermeldet Energy-Charts vom Fraunhofer-ISE nun, dass Windkraft, Photovoltaik und Co. nochmals zulegten und 66,9 Prozent in der vergangenen Woche (Kalenderwoche elf) verzeichneten.

Allein die in Deutschland installierten Windkraftanlagen trugen 49,6 Prozent zur Nettostromerzeugung bei. Die Biomasse lag bei 7,6 Prozent, die Photovoltaik-Anlagen erzeugten 4,9 Prozent. Die Wasserkraft kam auf einen Anteil von 4,7 Prozent.

Angesichts des hohen Erneuerbaren-Anteils bleibt nicht mehr viel für die atomaren und fossilen Kraftwerke. Die AKW verzeichneten in der vergangenen Woche dabei einen Anteil von 12,4 Prozent, die Braunkohlekraftwerke von 10,4 Prozent und die Steinkohlekraftwerke von 4,6 Prozent. Die Gaskraftwerke trugen 5,3 Prozent zur Nettostromerzeugung bei, wie aus den aktuellen Zahlen von Energy-Charts hervorgeht.

Die hohe Einspeisung der Windkraftanlagen in diesem Monat hinterlässt auch Spuren an der Strombörse. Bereits drei Mal waren im März negative Strompreise zu verzeichnen. Zuletzt am vergangenen Sonntag durchgehend zwischen 0 und 17 Uhr. In dieser Zeit erhalten die Betreiber von EEG-Anlagen in der verpflichtenden Direktvermarktung keine Vergütung für ihren eingespeisten Strom.