Oxis Energy will in Brasilien Lithium-Schwefel-Batteriezellen produzieren

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Die Fertigungsstätte für Lithium-Schwefel-Batteriezellen wird in Belo Horizonte im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais entstehen; in der ersten Ausbaustufe soll sie eine Jahreskapazität von zwei Millionen Zellen haben. Oxis Energy geht davon aus, dass das mit Hilfe von Siemens Digital Factory gebaute Werk 2022 den Betrieb aufnimmt. Dem britischen Unternehmen zufolge soll die Fertigungsstätte anschließend bis Mitte des nächsten Jahrzehnts auf eine Jahreskapazität von fünf Millionen Zellen ausgebaut werden. Die vom Bundesstaat Minas Gerais kontrollierte Investment-Gesellschaft Codemge Participacoes investiert 60 Millionen US-Dollar in das Werk. Zudem beteiligt sich die brasilianische Private-Equity-Gesellschaft Aerotec mit 8,1 Millionen US-Dollar an dem Vorhaben. Oxis Energy wird die Fabrik betreiben.

Nach Angaben von Oxis Energy sollen die Lithium-Schwefel-Zellen in der Luftfahrt, vom Militär und für Elektrofahrzeuge wie Busse und LKWs genutzt werden. Lithium-Schwefel-Batterien versprechen perspektivisch eine deutlich höhere Speicherkapazität und günstigere Herstellungskosten als Lithium-Ionen-Batterien. Oxis Energy teilte im Oktober 2018 mit, Zellen mit einer Kapazität von 425 Wattstunden pro Kilogramm entwickelt zu haben. Das Unternehmen aus Oxford strebt an, diesen Wert bis Ende 2019 auf 500 Wattstunden zu steigern.

„Brasilien wird zu einem der großen Lieferanten wiederaufladbarer Lithium-Batterien werden. Dabei profitiert das Land von seinen Lithium-Reserven in Minas Gerais“, sagt Huw Hampson-Jones, CEO von Oxis Energy.