Baden-Württemberg stockt Photovoltaik-Speicherförderung erneut auf

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Das baden-württembergische Umweltministerium stellt für das kommende Jahr nochmals fünf Millionen Euro für die Förderung von Photovoltaik-Batteriespeichern zur Verfügung. Es reagiere damit auf die enorme Nachfrage, hieß es am Freitag aus Stuttgart. Im März war das Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ gestartet, als Teil der Photovoltaik-Offensive der Landesregierung. Seither sind nach Angaben des Ministeriums mehr als 2500 Anträge für die Förderung eingegangen.

Im kommenden Jahr werden die Fördersätze abgesenkt. Für Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage bis zu 30 Kilowatt Leistung gibt es dann einen Zuschuss von 200 Euro pro Kilowattstunde – in diesem Jahr sind es 300 Euro. Für größere Photovoltaik-Speichersysteme sinkt der Zuschuss im kommenden Jahr von 400 auf 300 Euro pro Kilowattstunde. Zugleich werden neue Förderbedingungen ab dem 1. Februar 2019 eingeführt. So werden ab dann Photovoltaik-Anlagen zwischen 10 und 14 Kilowatt Leistung mit 400 Euro zusätzlich gefördert. Zudem gibt es einen Bonus von 500 Euro für netzdienliche/lastmanagementfähige Elektrofahrzeugladepunkte. Dagegen entfällt der Bonus für prognosebasierte Batteriemanagementsysteme. Sie werden Voraussetzung dafür, um eine Förderung für die Installation eines Photovoltaik-Speichers mit einer Leistung bis zehn Kilowattstunden zu erhalten.

Ab dem 1. Februar 2019 wird auch der Einbau größerer Speichersysteme erlaubt. So werde künftig eine Förderung bis zum Faktor 1,2 (1,2 Kilowatt je 1 Kilowattstunde) gewährt. Landwirte könnten zudem künftig ebenfalls von der Speicherförderung partizipieren. Die Wirkleistungsbegrenzung für die Photovoltaik-Anlagen wird zudem abgeschafft, wenn sie mit technischen Einrichtungen ausgestattet sind, die eine ferngesteuerte Reduzierung der Einspeisung durch die Netzbetreiber ermöglichen. Ohne Fernsteuerbarkeit gilt weiterhin eine Begrenzung auf 50 Prozent bei Photovoltaik-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung und bei größeren Anlagen auf 60 Prozent*.

Offiziell läuft das Programm bis Ende 2019. „Der Ausbau von Batteriespeichersystemen hat deutlich zugelegt. Davon profitieren Klima und Wirtschaft im Land. Es ist mir wichtig, diese Dynamik zu erhalten“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Grüne).

*Anmerkung der Redaktion: Zahlendreher im Satz bei Prozentangaben wurde nach einem Leserhinweis nachträglich korrigiert. Danke an den Leser.