Canadian Solar lehnt Privatisierungsvorschlag ab und bleibt an der Börse

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Ende vergangenen Jahres hatte Canadian-Solar-Vorstandschef Shawn Qu erklärt, sämtliche Anteile am Photovoltaik-Hersteller übernehmen zu wollen. Das hätte eine Privatisierung des chinesisch-kanadischen Unternehmens bedeutet. Diese Initiative ist nun erst einmal vom Tisch: Ein vom Board eingesetzter Sonderausschuss zur Überprüfung des Angebots von Qu ist jetzt zum Ergebnis gekommen, die Transaktion abzulehnen. Der Ausschuss empfiehlt dem Board, die Prüfung des „Going Private“-Deals einzustellen. Qu hat sein Angebot daraufhin mit sofortiger Wirkung zurückgezogen.

Shawn Qu, CEO von Canadian Solar

Der Ausschuss begründet seine Entscheidung unter anderem damit, dass unsicher sei, ob Qu die nötige Finanzierung einer Übernahme stemmen könne. Qu betont, dass er weiterhin an einer solchen Transaktion interessiert sei. Der Ausschuss rät dem Board jedoch davon ab, künftige Privatisierungsangebot von Qu zu prüfen – es sei denn, es erhalte belastbare Belege dafür, dass die Transaktion vollständig finanziert sei, sagt das Unternehmen in einer Erklärung. Der Sonderausschuss empfiehlt dem Board zudem, unabhängig von einer „Going Private“-Transaktion andere strategische Alternativen zu prüfen.

Seit dem Angebot von Qu vom vergangenen Dezember ist der Aktienkurs von Canadian Solar um 17,8 Prozent gesunken.