Schmid fährt nach Saudi-Arabien und schließt 430 Millionen US-Dollar schwere Joint-Venture-Absichtserklärungen ab

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Schmid-Vorstandschef Christian Schmid hat auf dem Future Investment Initiative (FII) Forum in Riad zwei Absichtserklärungen für zwei Joint Venture mit  einem geschätzten Gesamtvolumen von 430 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Partner sind die Saudi Basic Industries Corporation (SABIC) und RIWAQ, ein saudi-arabisches Unternehmen, dass in der Projektentwicklung tätig ist. Der Fokus der Gemeinschaftsunternehmen liege auf der Technologieentwicklung und Fertigung in den Bereichen innovative Siliziummaterialien und industrielle Energiespeicher auf Basis der Redox-Flow-Technologie von Schmid, wie das Unternehmen bereits am Mittwoch mitteilte.

Kaum eine Veranstaltung hat in der letzten Zeit soviel Aufmerksamkeit erhalten wie dieser Wirtschaftsgipfel in Riad. Nach dem Bekanntwerden der Ermordung des Journalisten Jamal Kashoggi in der saudi-arabischen Botschaft in Ankara hatten etliche führende Politiker und Wirtschaftsbosse ihre Teilnahme abgesagt, unter ihnen Siemens-Chef Jo Kaeser, hochrangige Minister aus verschiedenen Ländern und IWF-Chefin Christine Lagarde. Auch der öffentliche Druck auf die politische Führung des Landes hat in den letzten Tagen zugenommen, nachdem immer mehr Details der Tat bekannt geworden sind.

Zu den Nachfragen von pv magazine hieß es zunächst, dass diese nach der Rückkehr von Vorstandschef Schmid aus Saudi-Arabien am Freitag beantwortet werden sollen. Heute erklärte das Unternehmen nun, es wolle sich zu den politischen Fragen nicht äußern. Auch zu weiteren Details der Absichtserklärungen, etwa wie groß die Beteiligung Schmids an den Joint Ventures ist, gab es keine Angaben. Es sei Stillschweigen vereinbart worden.