Altmaier will Gigawatt-Fertigung für Batteriezellen in Deutschland

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) treibt offenbar Pläne für den Aufbau eines großen Batteriezell-Fabrik in Deutschland voran. „Wir werden eine Batteriezellen-Produktion in Deutschland eröffnen“, zitiert die „Deutsche Welle“ Altmaier nach einem Treffen mit EU-Energiekommissar Maros Sefcovic am Dienstag. Details wollte er nicht nennen. „Aber wir sind mitten in den Vorbereitungen“, so Altmaier weiter. Es gelte noch Wettbewerbsfragen zu klären. Im November werde es in Berlin dann letzte Gespräche vor dem Start geben.

„Europa wird in einigen Jahren eine wettbewerbsfähige Batteriezellenbranche haben, die ohne Staatshilfe überleben kann“, sagte Altmaier nach dem Bericht weiter. Bereits im April hatte Altmaier gesagt, dass sein Ministerium prüfe, wie eine Batteriezellfertigung bei Stromkosten und EEG-Umlage entlastet werden könnte.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat Sefcovic die Gründung eines europäischen Konsortiums zur Fertigung von Batterien für Elektrofahrzeuge nach dem Vorbild Airbus vorgeschlagen. Dazu hatte er in den vergangenen Monaten mehrmals hochrangige Industrievertreter verschiedener Branchen nach Brüssel zu Treffen eingeladen.

Erste Aktivitäten für den Aufbau von Fertigungen im Gigawattmaßstab – speziell für Batteriezellen – gibt es in Europa. So hat sich in Deutschland das Konsortium TerraE aus 17 Unternehmen und Forschungsinstituten zusammengeschlossen, dass an zwei Standorten in Deutschland Großserienfertigungen für Lithium-Ionen-Zellen in den kommenden Jahren aufbauen will. Auch in Schweden werden derzeit von Northvolt, ABB, Siemens und weiteren Partnern ähnliche Pläne verfolgt.

Im Juli kündigte zudem der chinesische Batteriehersteller CATL an, bis 2022 insgesamt 240 Millionen Euro in den Aufbau der 14 Gigawattstunden-Batteriefabrik im thüringischen Erfurt zu investieren. In dem Werk sollen Batteriezellen für Elektroautos europäischer Hersteller gefertigt werden.