RWE-Tochter Innogy mit weniger Gewinn und höherer Nettoverschuldung

Essener Grugahalle

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Innogy SE hat im ersten Halbjahr 2018 knapp fünf Prozent weniger Umsatz gemacht. Er fiel auf 20,6 Milliarden Euro, wie die RWE-Tochter am Freitag veröffentlichte. Auch das bereinigte EBIT sank demnach um zehn Prozent auf 1,553 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Nettoergebnis reduzierte sich um 23 Prozent auf 662 Millionen Euro, da positive Einmaleffekte im Vergleich zum Vorjahr wegfielen und die Rohstoffpreise in den Niederlanden unerwartet angestiegen sind, wie es weiter hieß. Dennoch entspricht das Ergebnis insgesamt den Erwartungen. Innogy bestätigte daher auch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr, wo ein EBIT von 2,7 Milliarden Euro erzielt werden soll. Aufgrund von Gewinnausschüttungen sei im ersten Halbjahr die Nettoverschuldung um rund 2,3 auf 18 Milliarden Euro gestiegen.

Das Segment Netz und Infrastruktur verzeichnete ein rückläufiges Ergebnis aufgrund der neuen Regulierungsvorgaben für Gas in Deutschland, wie Innogy mitteilte. Im Geschäftsbereich Erneuerbare hätten sich die Wettereffekte – etwa das schwache Windaufkommen in Großbritannien – negativ auf das EBIT ausgewirkt. Allerdings sei die Geschäftsentwicklung international vorangetrieben. So habe Innogy den Einstieg in den australischen Photovoltaik-Markt geschafft, wo es die Rechte für zwei Projekte mit rund 460 Megawatt Gesamtleistung erworben habe. Auch in den USA sei eine Vereinbarung mit dem Entwickler Bridseye geschlossen worden. Beide Unternehmen wollten gemeinsam 13 Photovoltaik-Projekte mit insgesamt rund 440 Megawatt entwickeln. Überdies habe Innogy in Deutschland erworben und ist im Bereich Windparks an Land und auf See international sehr aktiv. Nach eigenen Angaben sicherte sich das Unternehmen in den ersten sechs Monaten Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien mit 3,3 Gigawatt Gesamtleistung.