Manz trennt sich von Finanzvorstand Gunnar Voss von Dahlen

Teilen

Der Aufsichtsrat der Manz AG hat Finanzvorstand Gunnar Voss von Dahlen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Grund sind unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Nähere Angaben zur Trennung wollte ein Sprecher auf Nachfrage von pv magazine nicht machen. Für die Nachfolge würden aber bereits entsprechende Gespräche geführt.

Gunnar Voss von Dahlen war seit Juni 2017 Finanzvorstand und verantwortete die Bereiche Finanzen und Controlling, Personal, IT, Organisation, Verwaltung, Investor Relations und Recht. Zuvor hatte er als kaufmännischer Leiter bei der Heidelberger Druckmaschinen AG gearbeitet. Bis zur Nachbesetzung der Position werden der Vorstandsvorsitzende Eckhard Hörner-Marass und der Vorstand Operations Martin Drasch die Aufgaben übernehmen, wie es weiter hieß.

Erst vor wenigen Tagen hatte Manz auf Basis vorläufiger Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rekordumsatz sowie beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erstmals wieder ein Plus von 1,6 Millionen Euro gemeldet. Den vollständigen Geschäftsbericht will Manz am 29. März veröffentlichen.

Mitte 2016 stieg Shanghai Electric als Ankeraktionär bei dem Reutlinger Anlagenbauer ein und sicherte so die Zukunft der Photovoltaik-Sparte. Im Zuge einer Kapitalerhöhung erwarb der chinesische Konzern 43 Prozent der Anteile an Manz. Ende 2016 unterzeichnete das deutsche Unternehmen dann einen Rahmenvertrag mit den chinesischen Partnern über die strategische Zusammenarbeit im CIGS-Bereich. Im Zuge dessen sicherte sich die Manz AG einen Kaufpreis von 50 Millionen Euro für die Tochter Manz CIGS Technology GmbH, die von dem Joint Venture erworben wurde. Zudem folgten Aufträge über 263 Millionen Euro für den Bau der Fabrik und der Forschungslinie in China, die sich seit Jahresbeginn im Bau befinden.