Wien startet Förderung für innovative und multifunktionale Photovoltaik

Wien, Österreich, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Start neues PV-Förderpaket, 4. Mai 2026

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Einen neuen „Impuls für den Ausbau von Sonnenstrom und damit mehr Energieunabhängigkeit“ will die Stadt Wien mit einem am Montag gestarteten Förderpaket setzen. Es soll gezielt den Bau innovativer und multifunktionaler Photovoltaik-Anlagen unterstützen und ist mit einem Budget von 7 Millionen Euro ausgestattet. Interessierte können sich ab sofort auf der Homepage der Wiener Sonnenstrom-Offensive informieren.

Für klassische Aufdachanlagen und Speicher seien die Kosten zuletzt deutlich gesunken, heißt es zur Begründung des neuen Konzepts; viele Anlagen würden sich „bereits innerhalb weniger Jahre rechnen“. Deshalb sollten nun verstärkt Lösungen gefördert werden, „die kostenintensiv oder komplex in der Umsetzung sind und einen wichtigen Beitrag zur Nutzung neuer Flächen leisten“.

Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky erklärte zum Start des Programms die übergeordnete Motivation: „Solange wir mit Gas und Öl heizen“, so der SPÖ-Politiker, „sind wir von ausländischen Energielieferungen abhängig. Nur der Gasausstieg schont langfristig das Geldbörserl der Wienerinnen und Wiener“. Sonnenstrom habe eine wichtige Rolle auf dem Weg hin zu Energieunabhängigkeit und für den Klimaschutz, deshalb „liegt es auf der Hand, den Ausbau tatkräftig zu unterstützen“. Czernohorszky betonte das Ziel de3r Stadt Wien, bis 2030 eine installierte Leistung von 800 Megawatt zu erreichen und damit ein Viertel aller Wiener Haushalte versorgen zu können.

Die neuen Förderschwerpunkte sollen die bestehenden nicht ablösen, sondern ergänzen. Im Fokus stehen hierbei unter anderem Fassaden-Photovoltaik sowohl als Gebäudeintegration wie auch in Form vorgehängter Konstruktionen (Mindestanlagengröße: 3 Kilowatt, Förderung: 700 Euro je Kilowatt, maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten, bis zu 250.000 Euro je Anlage).

Ebenfalls gefördert werden „Photovoltaik-Dachgärten“, also schattenspendende Konstruktionen auf öffentlichen, öffentlich zugänglichen oder gemeinschaftlich genutzten Dachflächen (Mindestanlagengröße: 20 Quadratmeter, Förderung: 600 Euro je Kilowatt, maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten, bis zu 50.000 Euro je Anlage).

Förderungen für Photovoltaik im mehrgeschoßigen Wohnbau, auf Flugdächern von Parkplätzen, Lagerflächen oder auch auf Hochgaragen sowie für Gründächer haben sich den Angaben zufolge bewährt und werden auch 2027 weitergeführt. Hier gibt es, je nach Anlagenart, 400 bis 600 Euro je Kilowatt für bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Gleichzeitig kündigte die Stadt auch eine Ausweitung ihres kostenlosen Beratungsangebots für Privatleute und Unternehmen an.

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