Solarworld Americas erhält Kredit über fünf Millionen US-Dollar

Solarworld Americas hat von seinen Geldgebern grünes Licht für einen weiteren Kredit über fünf Millionen US-Dollar erhalten. Damit soll der laufende Betrieb finanziert werden, wie das Photovoltaik-Unternehmen vor wenigen Tagen mitteilte. Das Geld werde Solarworld Americas in den laufenden Betrieb fließen. Das Ziel sei, die Produktionskapazität bis zum dritten Quartal wieder voll auszulasten und dafür rund 200 Mitarbeiter neu einzustellen. Der Photovoltaik-Hersteller beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 300 Mitarbeiter. Ziel sei es, mit den neuen Geldern künftig wieder in die Profitzone zu kommen.

Mit der Entscheidung zeigten die Gläubiger „ihre Zuversicht in unser Unternehmen und den damit verbundenen Ausblick für Wachstum“, sagte Jürgen Stein, CEO von Solarworld Americas. Dies sei ein weiteres Signal für „unsere stabilen Finanzierungsverhältnisse“.

Die Geldgeber hatten bereits zuvor einen Kredit über sechs Millionen US-Dollar verlängert. Sie hätten es dem Unternehmen außerdem erlaubt, den Erlös in Höhe von sechs Millionen US-Dollar aus Lagerverkäufen in die Finanzierung des weiteren Betriebes zu investieren.

Solarworld Americas betont den positiven Effekt der Entscheidung von US-Präsidenten Donald Trump in der Section 201-Petition. Suniva hatte das Verfahren angestrengt, dem sich später auch Solarworld Americas angeschlossen hatte. Vor wenigen Wochen hatte Präsident Trump Zölle auf importierte Solarmodule und -zellen aus den meisten Ländern in Höhe von 30 Prozent verhängt.

Der Markt habe gut auf die Zölle reagiert, sagt Stein. Das Interesse an den USA produzierten Photovoltaik-Produkten sei weiterhin „lebhaft“. Verbände wie die Solar Energy Industries Association (SEIA) sehen die Zölle jedoch kritisch und erwarten durch sie einen Einbruch des Photovoltaik-Marktes.

Nach der Insolvenz der Solarworld AG Mitte vergangenen Jahres läuft für die US-Tochter immer noch die Suche nach einem Investor. Dabei galt insbesondere die Entscheidung der Trump-Regierung als mit entscheidend für die Investorengespräche.

„Derzeit gibt es von fünf Investoren konkrete Angebote“, sagt ein Sprecher der Anwaltskanzlei Piepenburg-Gerling Rechtsanwälte auf Nachfrage von pv magazine. Bei allen seien noch individuell verschiedene Fragen zu klären. Dem Sprecher zufolge rechnet Insolvenzverwalter Horst Piepenburg zum Quartalswechsel Ende März, Anfang April mit einer Entscheidung.