Siemens will solarbetriebene Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage in Dubai bauen

Teilen

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat eine Absichtserklärung mit Vertretern der Expo Dubai 2020 und der Dubai Energie- und Wasserbehörde (DEWA) unterzeichnet, die den Start einer solarbetriebenen Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage vorsieht. Ziel sei der Aufbau einer integrierten Megawatt-Anlage zur Wasserstofferzeugung, für die Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage „Rashid Al Maktoum“ genutzt werden soll, hieß es am Mittwoch. Es sei die erste solarbetriebene Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage in der Region unter freiem Himmel. Nähere Angaben zum Zeithorizont für die Realisierung gab es zunächst nicht.

Es handele sich um ein Pilotprojekt zum Test, wie das erzeugte Gas gespeichert und wieder verstromt werden könne oder für Transportzwecke und andere industrielle Anwendungen einsetzbar sei. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) setzen zur besseren Integration und Nutzung von erneuerbarer Energie auf Wasserstofftechnologien, wie es weiter hieß. DEWA und Expo 2020 Dubai hätten vor, Brennstoffzellenfahrzeuge zu nutzen, die durch den in der Anlage von Siemens erzeugten grünen Wasserstoff angetrieben werden sollen.

Der Bau der Anlage stehe zudem im Einklang mit dem Ziel Dubais, bis 2050 den Anteil erneuerbarer Energien auf 75 Prozent zu steigern. Siemens-Chef Kaeser erklärte: „Grüner Wasserstoff kann ein Treibstoff der Zukunft sein. Er wird die Einführung erneuerbarer Energien im Nahen Osten durch die Verbindung von Sektoren beschleunigen und dabei neue Anwendungsfälle wie Elektromobilität und andere umweltfreundliche Industrien bieten.“ Der Vertrag war auf dem sechsten Weltregierungsgipfel in Dubai unterzeichnet worden.

Der Solarpark „Rashid Al Maktoum“ befindet sich derzeit in der dritten Ausbaustufe und wird von 200 auf 800 Megawatt erweitert. Den Zuschlag dafür erhielt im Juni 2016 ein Konsortium um Masdar. Der Solarstrom aus dem 800 Megawatt-Solarpark soll demnach für 2,99 US-Dollarcent pro Kilowattstunde abgenommen werden. Der Ausbau erfolgt in drei Stufen. Die ersten 200 Megawatt sollen bis Mitte dieses Jahres am Netz sein, so die ursprünglichen Pläne. In der ersten Jahreshälfte 2020 ist dann geplant, die Erweiterung auf 800 Megawatt abzuschließen.