Neue Photovoltaik-Anlage in Armenien unter deutscher Beteiligung

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Arpi Solar hat vor wenigen Tagen die Arbeiten an einer Photovoltaik-Anlage mit einem Megawatt Leistung in Armenien abgeschlossen. Neben dem armenischen Photovoltaik-Unternehmen waren Jinko Solar, Staubli, Sungrow und der Hamburger Photovoltaik-Projektierer Enerparc beteiligt. Das Projekt in Talin wurde unter anderem von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert.

Nach Unternehmensangaben bereitet sich Arpi Solar nun darauf vor, „sehr bald“ mit der Arbeit an einem Photovoltaik-Kraftwerk in Masrik mit 55 Megawatt Leistung zu beginnen. Auch an diesem Projekt ist Enerparc beteiligt. „Derzeit warten wir auf die finalen Ausschreibungsunterlagen“, verrät Enerparc-COO Stefan Müller pv magazine. Nach früheren Angaben liegen die Kosten für das geplante Photovoltaik-Kraftwerk bei etwa 34 bis 51 Millionen Euro. Das Projekt könne außerdem zu einem späteren Zeitpunkt auf 100 Megawatt vergrößert werden.

Für die armenische Regierung ist der Ausbau der Photovoltaik augenscheinlich ein wichtiges Thema. So nahmen an der Eröffnungszeremonie in Talin unter anderem Ministerpräsident Karen Karapetyan und der stellvertretende Energieminister Hayk Harutyunyan teil.

„Talin 1 setzt neue Maßstäbe im Bereich Photovoltaik in Armenien“, sagte Harutyunyan. Der Park sei innerhalb von 20 Tagen installiert worden. „Das beweist auch die Kompetenz der Baufirma des Projekts“, so der stellvertretende Energieminister.

Im Dezember 2016 kündigte die zuständige Regierungsbehörde PSRC (Public Service Regulation Commission) für Photovoltaik-Projekte eine Förderung für Anlagen zwischen 150 und 1000 Kilowatt an. Ebenso wie in der Windkraft sollen Photovoltaik-Projekte demnach einen Einspeisetarif von umgerechnet 7,5 Eurocent pro Kilowattstunde (42,645 Armenische Dram) ohne Mehrwertsteuer erhalten. Nach Ministeriumsangaben vergab die zuständige Behörde bis Oktober elf Lizenzen für den Bau entsprechender Photovoltaik-Anlagen. Drei Projekte hätten im März 2017 mit dem Bau begonnen.