Solarpower Europe sieht Photovoltaik-Markt 2017 bei 100 Gigawatt

Die weltweite Nachfrage nach Photovoltaik wird 2017 erstmals das 100-Gigawatt-Niveau erreichen – ein Wachstum von über 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2016, das mit 76,6 Gigawatt das bisherige Rekordjahr für den Photovoltaik-Zubau war. Zu diesem Ergebnis kommt Solarpower Europe auf Grundlage einer aktuellen Marktanalyse. Der Branchenverband bestätigt damit die Zubau-Prognose für 2017, die Bernreuther Research am Dienstag vorgelegt hat (pv magazine berichtete).

Den Zahlen von Solarpower Europe zufolge hat allein China in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 rund 42 Gigawatt Photovoltaik installiert. Bis Ende des Jahres werden demnach insgesamt rund 50 Gigawatt erwartet, was mehr als die Hälfte der weltweiten Nachfrage nach neuen Photovoltaik-Kapazitäten ausmachen wird. 2016 hatte der Zubau in China noch bei 34,5 Gigawatt gelegen. Für Europa geht die jüngste Analyse von SolarPower Europe davon aus, dass der Photovoltaik-Markt bei mindestens 7,5 Gigawatt liegen wird. Das wäre eine leichte Verbesserung gegenüber 2016, als der europäische Markt ein Volumen von 6,7 Gigawatt hatte.

„Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren sind die Durchschnittspreise bei deutschem Photovoltaik-Ausschreibungen um fast 50 Prozent auf nur 4,91 Cent je Kilowattstunde gesunken“, sagt Thomas Doering, Policy Advisor und Analyst im Market Intelligence Team von Solarpower Europe. In Spanien habe die Photovoltaik gerade beeindruckende vier Gigawatt bei den nationalen Ausschreibungen für saubere Energie gewonnen. Doering: „Die Zeit war nie besser, um in Europa und anderswo in die Photovoltaik zu investieren.“

James Watson, CEO von SolarPower Europe, forderte vor diesem Hintergrund die europäischen Politiker dazu auf, ihre Photovoltaik-Ambitionen zu verstärken. Auf EU-Ebene sei mindestens ein Ziel von 35 Prozent erneuerbare Energien bis 2030 notwendig. Watson: „Wenn wir diese Chance nutzen, werden wir mehr Arbeitsplätze und Investitionen in die Photovoltaik auf dem gesamten Kontinent sehen. Dann wird auch die Photovoltaik-Nachfrage in Europa wieder wachsen.“