EU PVSEC: „Die Photovoltaik-Revolution steht erst am Anfang“

Die 33. EU PVSEC hat am Montag in Amsterdam begonnen. Als Vorsitzender der Konferenzmesse hat sich Arno Smit für ein allgemeines Motto in diesem Jahr entschieden – „die Photovoltaik-Revolution steht erst am Anfang!“ Dieses Thema reflektiere perfekt, das gute Gefühl, wenn man die schnellen Fortschritte bei der Photovoltaik sieht, sagte der Professor für Solarenergie an der Technischen Universität in Delft. Die magische Grenze von einem Terawatt Solarstrom sei in Sicht. Weltweit sei mittlerweile eine Vielzahl von Unternehmen in der Photovoltaik tätig und damit seien 2,8 Millionen Arbeitsplätze verbunden. Die Ausschreibungspreise im Mittleren Osten seien bereits bei unter 3,0 Eurocent pro Kilowattstunde* angekommen. „Mit diesen Preisen beginnt die Photovoltaik, die Energiemärkte aufzumischen“, so Smit weiter.

Er verweist zur Eröffnung zudem auf die sinkenden Kosten für Speichersysteme. „Der beispiellose Rückgang der Kosten für Batterien wird den Traum von einer kostengünstigen Speicherung von Solarstrom in autonomen Photovoltaik-Systemen im nächsten Jahrzehnt Wirklichkeit werden.“ Es wird den Prozess beschleunigen, an dessen Ende 1,2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt einen Zugang zu sauberer Energie bekommen würden. Unternehmen, Institute und Universitäten arbeiteten weiter daran, die Leistungsfähigkeit der Solarzellen und -module weiter zu verbessern. „Ein Rekord nach dem anderen wird vermeldet“, so Smit weiter. Die Photovoltaik-Lernkurve führet zu weiteren beeindruckenden Kostensenkungen und fordert die globale Photovoltaik-Industrie weiter heraus.

Auf der EU PVSEC, die bis Freitag dauert, wird es mehr als 1100 Präsentationen zur den Fortschritten in der Photovoltaik geben. Die Konferenzeröffnung erfolgt mit einer wissenschaftlichen Sitzung unter dem Titel „Treppe zur hohen Effizienz“. Danach folgt eine politische Eröffnung mit Entscheidungsträgern der internationalen Photovoltaik-Szene.

*Anmerkung der Redaktion: Die Zahl ist nachträglich korrigiert worden. Natürlich sind es 3,0 und nicht 0,3 Cent pro Kilowattstunde. So weit ist die Photovoltaik (noch) nicht. Vielen Dank auch an unsere aufmerksamen Leser, die uns auf den Fehler hingewiesen haben.