Centrotherm mit leicht verbesserten Ergebnissen

Centrotherm hat im ersten Halbjahr Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 106,8 Millionen Euro verzeichnet und übertraf damit das hohe Vorjahresniveau. Dabei habe das Unternehmen vor allem von der großen Nachfrage nach seinen Produktionslösungen für die Herstellung von PERC-Solarzellen sowie nach FHR-Anlagen für moderne Beschichtungstechnologien profitiert, teilte es am Donnerstag mit. Der Auftragsbestand habe sich bis zum Halbjahresende auf 167,3 Millionen Euro erhöht. Danach habe die Centrotherm-Tochter FHR Anlagenbau bereits einen weiteren Großauftrag von Manz für die Lieferung von Inline-Beschichtungsanlagen zur Herstellung hocheffizienter CIGS-Dünnschichtmodule erhalten.

Die Umsätze lagen im ersten Halbjahr bei knapp 52,6 Millionen Euro – nach 61,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Zahlen zeigen. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte damit 2,0. 33,6 Millionen Euro seiner Umsatzerlöse habe Centrotherm im Segment Photovoltaik & Halbleiter erzielt. Weitere 11,7 Millionen Euro erwirtschaftete die Sparte Dünnschicht & Sonderanlagen. Das Segment Silizium generierte Umsatzerlöse von 7,3 Millonen Euro, wie es weiter hieß

Die Gesamtleistung von Centrotherm habe in den ersten sechs Monaten mit 73,5 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau gelegen. Sie spiegele die hohe Auslastung der Produktion am deutschen Hauptsitz in Blaubeuren wider. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) sei auf 0,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter verbessert worden. Dabei hätten die Segmente Segmente Photovoltaik & Halbleiter sowie Dünnschicht & Sonderanlagen positive Ergebnisse mit 1,3 und 1,0 Millionen Euro erzielt. Die fortgeschrittenen Restrukturierungsmaßnahmen bei der Tochtergesellschaft Sitec GmbH hätten im Jahresvergleich zu einem verbesserten Ergebnis im Siliziumbereich geführt. Der Verlust sei von -2,8 auf -1.7 Millionen Euro eingedämmt worden. Sein EBIT habe Centrotherm im ersten Halbjahr ebenfalls verbessert. Der Verlust konnte auf -0,9 Millionen Euro nahezu halbiert werden. Der Konzernverlust nach Steuern stieg allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,3 auf -2,4 Millionen Euro.

Vor einer Woche hatte Centrotherm seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Insbesondere aufgrund der finanziellen Belastungen durch einen Schiedsspruch bezüglich des Großprojekts CEEG Algerien werde der Photovoltaik-Anlagenbauer kein ausgeglichenes Ergebnis im laufenden Jahr erreichen können. Der Gesamtschadensersatzanspruch von CEEG gegenüber dem Projektkonsortium, zu dem Centrotherm gehört, beläuft sich auf etwa elf Millionen Euro.