Bosch und EnBW gründen Projektgesellschaft für Batteriespeicher

Bosch und EnBW wollen zusammen einen Stromspeicher entwickeln, der am Kraftwerksstandort des Energiekonzerns in Heilbronn aufgebaut und zur Bereitstellung von Primärregelenergie eingesetzt werden soll. Er solle auf 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen bestehen und über eine maximale Leistungsabgabe von rund fünf Megawatt mit einer installierten Speicherkapazität von fünf Megawattstunden verfügen, teilten die Unternehmen bereits am Freitag mit. Bosch sei für die Planung und Realisierung des Batteriesystems zuständig, EnBW für Bauleistungen und den Netzanschluss am Standort verantwortlich. Nach einer Testphase solle der Speicher am Regelenergiemarkt eingesetzt werden

Darüber hinaus sei eine enge Zusammenarbeit bei Batterielösungen für den Energiemarkt geplant. Dazu wollten die Unternehmen zunächst eine gemeinsame Projektgesellschaft gründen, hieß es bei EnBW und Bosch. Sie solle für Projektierung, Bau, Anschluss und Betrieb der Batterie verantwortlich sein. Die Kartellbehörden müssten der Gründung noch zustimmen.

„Die Zusammenarbeit mit EnBW ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Speichertechnologie im Energiemarkt zu etablieren und so die Energiewende erfolgreich zu gestalten“, sagt Cordelia Thielitz, Geschäftsführerin von Bosch Energy Storage Solutions. Ihr Unternehmen entwickele schlüsselfertige Speicherlösungen für Energieversorger und Industrieunternehmen. EnBW sei derzeit dabei, die Energiewende entschlossen voranzutreiben, unter anderem mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern für Privatkunden. „Im Speichern von Energie und dem Bereitstellen von Primärregelleistung haben wir viel Erfahrung. Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Bosch jetzt einen weiteren Baustein für die dezentrale Energiewelt der Zukunft entwickeln und erproben können“, erklärt Arnim Wauschkuhn, Vertriebsleiter Engineering & Consulting Services von EnBW. (Sandra Enkhardt)