AEE: Kostenpotenzial der Photovoltaik noch längst nicht ausgeschöpft

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat am Donnerstag eine Metaanalyse zur Entwicklung der Investitionskosten verschiedener Energietechnologien. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) habe in ihrem Auftrag die Investitionskosten für 11 Energietechnologien in 15 Studien verglichen. Zusätzlich seien auch die Annahmen für Speichertechnologien betrachtet worden. „Die Metaanalyse zeigt, dass für Windenergie und Photovoltaik trotz der bereits erzielten Kostenreduktionen mit weiter sinkenden spezifischen Kosten gerechnet wird“, erklärte AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. „Eine weitere gute Nachricht für die Energiewende ist, dass auch bei Speichertechnologien von teilweise drastisch sinkenden Investitionskosten ausgegangen werden kann.“

Die 22-seitige AEE-Metaanalyse zeige Trends für die Entwicklung der Investitionskosten auf. Gleichzeitig gebe sie einen Überblick über die teilweise sehr unterschiedlichen Aussagen in den Studien, was die aktuellen Kosten aber auch die Potenziale der verschiedenen Technologien für die Zukunft betreffe. Hinsichtlich der Photovoltaik falle auf, dass die in den vergangenen Jahren erzielten Kostendegressionen von vielen Wissenschaftlern unterschätzt worden seien, so die AEE.

Selbst Studien aus dem Jahr 2012 rechneten für die Folgejahre noch mit deutlich höheren Kosten als dann tatsächlich eingetroffen seien. Der signifikante Kostenrückgang spiegelt sich der AEE zufolge erst in aktuelleren Studien wider. Für das Jahr 2050 würden die meisten Wissenschaftler eine weitere Reduktion der Photovoltaik-Investitionskosten um mindestens die Hälfte annehmen. In mehreren Studien werde sogar von Reduktionen um etwa zwei Drittel ausgegangen. (Sandra Enkhardt)