Panasonic liefert Solarmodule an Tesla

Panasonic will Solarmodule an Tesla-Motors in den USA liefern. Dies solle das schwindende Geschäft des japanischen Photovoltaik-Herstellers auf dem Heimatmarkt kompensieren, heißt es in einer Exklusivmeldung des Portals „Nikkei“. Die Solarmodule für Tesla wolle Panasonic demnach in dem derzeit stillgelegten Werk im japanischen Kaizuka sowie in Malaysia fertigen. Es sei geplant, dass die Panasonic-Module über das Vertriebsnetz der Tesla-Tochter Solarcity in den USA vertrieben werden sollen, heißt es weiter.

Die beiden Unternehmen kooperieren bereits bei Batterien für die Elektroautos von Tesla. Sie bauen gemeinsam die Gigawattfabrik für Batterien in Nevada auf. Zudem laufen beschleunigte Vorbereitungen für die gemeinsamen Operationen von Solarcity und Panasonic bei der Herstellung von Solarmodulen im Gigawattwerk in Buffalo. Der japanische Konzern habe Techniker geschickt, um die Produktion zum Laufen zu bringen, berichtet „Nikkei“. Panasonic und Solarcity wollten künftig gemeinsam in der Fabrik hocheffiziente Solarmodule entwickeln.

Noch in diesem Monat ist dem Bericht zufolge der Abschluss einer offiziellen Liefervereinbarung zwischen Tesla und Panasonic geplant. Seit Oktober würden über die Einzelheiten der Partnerschaft diskutiert. Das seit Februar stillgelegte Werk in Kaizuka solle ab dem kommenden Jahr wieder Solarmodule produzieren. Panasonic ist von der gesunkenen Photovoltaik-Nachfrage wegen der gekürzten Solarförderung stark betroffen. Im Gegensatz zum Vorjahr war der Umsatz des Solargeschäfts zwischen April und September um 40 bis 50 Prozent eingebrochen. Im April 2017 steht die nächste Kürzung der Photovoltaik-Förderung in Japan an. Dies wolle Panasonic nun mit einer Expansion in ausländische Märkte kompensieren, so der Bericht.

Tesla hatte erst kürzlich die Übernahme von Solarcity vollzogen. Vorstandschef Elon Musk will sein Unternehmen vom Elektroauto- und Speicherhersteller zu einem Erneuerbaren-Energien-Anbieter aus einer Hand weiterentwickeln. (Sandra Enkhardt)