E3/DC: Solarstrom bezahlt Wasserkraftstrom

Wer einen E3/DC-Batteriespeicher kauft, kann ab jetzt auch ein Stromprodukt vom gleichen Anbieter bekommen. Der Produktname „Zero“ soll zeigen, dass sich die Stromkosten damit bilanziell auf Null reduzieren lassen. Genaugenommen ist es ein üblicher Ökostromtarif auf Basis von Wasserkraft-Zertifikaten. Doch der Kunde hat „im Ergebnis einen einzigen Ansprechpartner für seine Energieversorgung, nämlich E3/DC“, sagt Business Development Manager Stefan Hagedorn. Er will den Strom rund zehn Prozent günstiger als der örtliche Grundversorger anbieten. In den nächsten Tagen soll der Rechner online gehen, mit dem die Tarife in den einzelnen Regionen angezeigt werden.

Wie sich die Stromkosten damit bilanziell auf Null bringen lassen, zeigt ein Beispiel aus dem Produktflyer. Hat ein Kunde mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden eine Photovoltaikanlage von 6,8 Kilowatt Leistung und einen 6,9 Kilowattstunden-Batteriespeicher, erreicht er im Beispiel eine Eigenversorgung von 65 Prozent . Das bedeutet, er speist 3585 Kilowattstunden zum Tarif von 12,3 Cents pro Kilowattstunde, insgesamt also 441 Euro, ein und bezieht 1.575 Kilowattstunden Netzstrom. Bei 28 Cent pro Kilowattstunde Stromkosten, sind das ebenfalls 441 Euro. Dabei ist natürlich nicht entscheidend, dass der Kunde wirklich den E3/DC-Stromtarif nutzt. „E3/DC möchte die Kunden unabhängig belassen, indem günstige, wechselbare Strompartner gewählt werden können“, ist auf dem Werbeflyer zu lesen.

************************************************************* Stromprodukte von Batteriespeicherherstellern im Vergleich

Anlässlich der Produkteinführung wollen wir in einem Webinar am Freitag, 9. Dezember um 14:00 Uhr mit Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC, und mit anderen Anbietern von Stromprodukten im Zusammenhang mit Batteriespeichern diskutieren, was die Unterschiede zwischen den Stromprodukten sind und welche Relevanz sie haben. pv magazine lädt dazu andere Anbieter mit ein. Mehr Informationen dazu folgen.

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Unausgesprochen reagiert E3/DC damit auf die Sonnen-Community und die Senec-Cloud, die auch die jährlichen Stromkosten auf Null bringen wollen. Doch anders als ihre Wettbewerber bringt E3/DC in den Tarifen nicht Erzeugung und Bezug zusammen. Die Solaranlagen gehen auch nicht in die Direktvermarktung, da es sich laut E3/DC-Aussagen nicht lohnen würde und zu teuer sei. „Die Direktvermarktung hat keine Vorteile, nur Nachteile“, sagt Hagedorn. „Wir erreichen ohne Direktvermarktung dagegen mit einem sehr transparenten Konzept, dass die Kunden bilanziell autark sind und bei entsprechender Auslegung keine jährlichen Stromkosten mehr haben“.

Indem der Speicheranbieter den Ökostromtarif anbietet, ergebe sich Synergieeffekt im Vertrieb. Sprich: der Speicheranbieter benötigt an dieser Stelle keine oder geringere Margen, da der Vertrieb ja schon über den Speicherverkauf gedeckt ist.

Bezüglich der Diskussion um die Ökostromtarife, die allesamt den Öko-Herkunftsnachweis mit Zertifikate für deutlich weniger als ein Cent pro Kilowattstunde erreichen können, sagt E3/DC, dass der angebotene Strom das „Renewable PLUS“-Label trage. Dieses verpflichtet die Empfänger des Öko-Aufschlags, die Einnahmen in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren. Der E3/DC-Stromtarif ist übrigens auch für Kunden zu haben, die keinen Stromspeicher kaufen. (Michael Fuhs)