Indien: Ausschreibung bringt Photovoltaik-Vergütung auf Rekordtief

Teilen

Photovoltaik in Indien könnte mit der derzeit laufenden Ausschreibung der „Solar Corporation of India“ (Seci) die kostengünstigen weltweit werden. Seci hat bereits Online-Gebote für ihre 750 Megawatt-Ausschreibung im Bundesstaat Rajasthan zu einem Preis von 4,0 indischen Rupien pro Kilowattstunde erhalten. Es scheint fast sicher, dass die erfolgreichen Gebote noch unter diesem Preis liegen werden.

Das bisher niedrigste erfolgreiche Gebot bei einer Photovoltaik-Ausschreibung in Indien wurde Anfang des Jahres vom finnischen Entwickler Fortum abgegeben, der für sein 70-Megawatt-Solarkraftwerk in Bhadla einen Tarif von 4,34 indischen Rupien pro Kilowattstunde (5,9 Eurocent pro Kilowattstunde) sicherte. Seit dieser Ausschreibung hat Seci den sogenannten Reservepreis seiner Ausschreibung stetig gesenkt, der bei der letzten Auktion bei 4,35 indischen Rupien pro Kilowattstunde lag.

Die jüngste Ausschreibung bringt die Photovoltaik in direkte Konkurrenz mit konventionellen thermischen Energiequellen. "Wir wollen, dass die Vergütungen weiter sinken, so dass die Bundesstaaten mehr Interesse an Sonnenenergie zeigen", sagte Seci-Geschäftsführer, Ashvini Kumar. Indiens verteilte Elektrizitätsunternehmen sind in den letzten Monaten zunehmend kostenbewusst geworden. Sue haben oftmals die „must run“-Regeln für Solarenergie zugunsten der Kohle ausgesetzt. Insbesondere in Rajasthan habe dies zur geringeren Photovoltaik-Einspeisung geführt. Deshalb werden viele Photovoltaik-Befürworter, die im Staat tätig sind, diese niedrigeren Preise begrüßen.

Vor dem Rekord-Niedriggebot von Fortum hatte der ein mittlerweile insolventer US-Anbieter vor einem Jahr mit einem Zuschlag für 6,3 Eurocent pro Kilowattstunde für ein indisches Solarprojekt für Verwunderung gesorgt. Ein Preis, der damals weitgehend als unrealistisch und nicht nachhaltig betrachtet wurde.

Sogar im indischen Sektor für kleine Dachanlagen beginnen die Preise zu fallen nach Angaben von der „Bloomberg New Energy Finance.“ Privatkunden könnten demnach Photovoltaik zu Kosten von 6,2 Eurocent pro Kilowattstunde kaufen. (Ian Clover/ übersetzt und bearbeitet von Ylva Gouras)

Link zum Original-Artikel aufwww.pv-magazine.com:India: SECI tender set to drive solar tariffs to record low of 6 US cents/kWh

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.