Varta will mit Börsengang 200 Millionen Euro erlösen

Die Varta AG plant gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Varta Microbattery GmbH und Varta Storage GmbH einen Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Börse. Über die Tochtergesellschaften produziere und vermarkte sie Mikrobatterien für Hörgeräte und Energiespeicherlösungen für verschiedene Anwendungen, teilte die Gruppe mit Sitz in Ellwangen am Donnerstag mit. Im Bereich Energy Storage Solutions gehe es hauptsächlich um die Entwicklung, Systemintegration und Montage von stationären Lithium-Ionen-Speichersystemen. Aktuell verfügten die Tochtergesellschaften über vier Produktionsstätten in Europa und Asien.

Der erwartete Emissionserlös von 200 Millionen Euro solle unter anderem in eine neue, groß angelegte und automatisierte Batteriefabrik für „Power Pack-Produkte“ fließen. Zudem plane Varta „ausgewählte Akquisitionen“ im Bereich von Energiespeicherlösungen, hieß es weiter. Aktuell gehörten noch 100 Prozent der Varta AG der Schweizer Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) AG. Ihr sollen 15 Prozent des Basisangebots im Zuge einer Mehrzuteilungsoption angeboten werden. Das Angebot werde aus einem öffentlichen Angebot in Deutschland und Österreich sowie Privatplatzierungen in weiteren Ländern bestehen, hieß es dazu.

In den ersten neun Monaten hat Varta nach eigenen Angaben Umsatzerlöse von 160,8 Millionen Euro erzielen können; knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge habe bei 18,5 Prozent und damit etwas unter Vorjahresniveau. Dies sei auf Investitionen in neue Produkte und zusätzliche Mietkosten von 1,2 Millionen Euro zurückzuführen. (Sandra Enkhardt)