Leclanché beschließt neue Finanzierungsmaßnahmen

Leclancé SA hat seine Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr konkretisiert. Derzeit gebe es einen Auftragsbestand von 85 Megawattstunden für 2017, was einem Umsatzwachstum von mehr als 75 Prozent entspreche, teilte der Schweizer Batteriehersteller am Mittwoch mit. Zudem gebe es Verhandlungen über weitere Aufträge mit 300 Megawattstunden, 50 Megawattstunden davon für 2017 und 2018. Ab einem Produktionsvolumen von mehr als 100 Megawattstunden erwarte Leclanché ein positives Ebitda. Nach derzeitigen Planungen solle dies spätestens 2018 erreicht werden, hieß es weiter. Leclanché konzentriere sich dabei weiterhin von einer Verbesserung der Gewinnmargen durch die Steigerung der Produktivität und des Umsatzes aus.

Zur Finanzierung des Wachstums habe der Aufsichtsrat ein umfassendes Programm beschlossen. Dies beinhalte eine Kombination aus Projektfinanzierung, Unternehmensanleihen, Lizenzeinnahmen aus Intellectual Property Rights aus Partnerschaften in vorgelagerten Produktionsstufen und Eigenkapital. So sei für die Finanzierung eines Projektes in Nordamerika durch Swiss Green Electricity Management Group (SGEM) abgesichert worden. Weitere Verhandlungen über eine sehr bedeutende Finanzierungspartnerschaft liefen derzeit, um zusätzliches Kapital ohne Rückgriffsanspruch zu ermöglichen, hieß es weiter. Zudem werde derzeit über die „Möglichkeit eines strategischen Joint-Venture in Asien“ diskutiert, was dann auch Lizenzvereinbarungen über Intellectual Property Rights beinhalten könnte.

Bereits im August hatte Leclanché eine Privatplatzierung von Kapital in Höhe von 11,1 Millionen Schweizer Franken vorgenommen. Dabei waren neue institutionelle Investoren bei dem Schweizer Batteriehersteller eingestiegen. Die Wachstumsziele des Unternehmens seien neben der Finanzierungssicherung an viele weitere Faktoren gebunden, etwa der Belieferung der Logistikkette mit Zellen und Modulen, auch von Drittanbietern. (Sandra Enkhardt)