Lateinamerika: 2,7 Gigawatt Photovoltaik-Zubau im Jahr 2016 prognostiziert

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Chile führt den Photovoltaik-Zubau erneut an und wird in diesem Jahr voraussichtlich für 44 Prozent des Gesamtzubaus in Lateinamerika verantwortlich sein. Der hohe Zubau Chiles wird sich allerdings IHS zufolge in den kommenden Jahren wieder verlangsamen. Grund dafür sei eine bereits heute hohe Auslastung der Netzkapazitäten und sinkende Energiekosten. Auf Platz zwei werde Mexiko in diesem Jahr vermutlich Honduras ablösen.

Nach Brasilien, Uruguay, Mexiko und Peru startet nun auch Argentinien mit Ausschreibungen für Solarprojekte, zunächst mit einer Ausschreibung von 300 Megawatt. Geringe Angebotspreise, wie zuletzt 48 US-Dollar in Mexiko, wecken das Interesse von Regierungen, meint die IHS-Senior-Analystin Josefin Berg. Dieses Preisniveau übe hohen Druck auf die Zulieferer aus, da die EPCs die Gesamtsystemkosten weiter senken wollen, um ihre Projekte rentabel zu machen.

Obwohl die Ausschreibungen das Marktwachstum ankurbeln, dauere die Umsetzung von Projekten noch oft länger als geplant. Gründe dafür liegen laut IHS unter anderem in administrativen Hürden, zum Teil aber auch daran, dass Projektierer Projekte absichtlich verzögern, um von sinkenden Komponenten-Preisen zu profitieren. Auch geplante Ausschreibungen verzögerten sich manchmal. Zuletzt passierte dies in Brasilien, wo eine für Juli 2016 geplante Ausschreibung weiter auf sich warten lässt. (Mirco Sieg)

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