Großspeicher in Brandenburg nimmt Regelbetrieb auf

Im brandenburgischen Neuhardenberg ist am Mittwoch ein 5-Megawatt-Großspeicher offiziell in den Regelbetrieb überführt worden. Vorausgegangen sei eine 15-monatige Testphase, teilte die Upside Group mit, die den Batteriespeicher errichtet hat und betreibt. In der einjährigen offiziellen Testphase sei es zu keinem einzigen technischen Ausfall gekommen. Die erwartete Betriebsdauer des Batteriespeichers betrage 18 Jahre.

Er gehöre zu den größten Anlagen dieser Art in Europa, die über eine Präqualifikation zur Stabilisierung der Netzfrequenz verfügten. Diese habe er Anfang der Woche erhalten. Mit der Teilnahme des Großspeichers an der Primärregelleistungsreserve könnten jährlich bis zu 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden, da er das Regelpotenzial eines 100 Megawatt thermischen Kraftwerks ersetze, hieß es weiter. Neben dem 5-Megawatt-Speicher betreibt Upside auch einen 2-Megawatt-Speicher in Alt-Daber.

„Was hier am Rande des größten Solarparks in Deutschland im letzten Jahr entstand, ist eines der größten Energiespeichersysteme in Europa. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Energiewende machbar und beherrschbar ist und dass die Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg aufgeht“, erklärte Upside-Geschäftsführer Marc Reimer zur offiziellen Eröffnung. Der Batteriespeicher ist an das regionale Verteilnetz angeschlossen. Er besteht Reimer zufolge aus fünf baugleichen Einheiten. Die Anlage sei dabei redundant aufgebaut. Je ein Container beinhaltete die gleiche Leistungselektronik, also Stromrichter und Trafo und ein zweiter Container beherbergt die Speicherzellen in 4 mal 20 Einschüben mit je 2 mal 10 verbauten Speicherzellen.

Das Projekt in Neuhardenberg war das dritte geförderte aus der Speicherinitiative des brandenburgischen Wirtschaft- und Europaministeriums. Im Juni 2014 war ein Förderbescheid von 2,85 Millionen Euro für das insgesamt 6,25 Millionen teure Projekt an Upside übergeben worden. Die Gelder kamen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie Landesmitteln. (Sandra Enkhardt)