Einigung auf Sozialplan für Mitarbeiter von Bosch Solar CISTech

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat der Bosch Solar CISTech GmbH haben einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die Mitarbeiter am Standort Brandenburg/Havel vereinbart. Ziel sei es, möglichst viele Mitarbeiter innerhalb der Bosch-Gruppe in neue Jobs zu vermitteln. Derzeit seien noch 160 Mitarbeiter an dem Photovoltaik-Standort tätig und damit von der endgültigen Schließung des Werks betroffen, teilte der Stuttgarter Konzern am Montag mit. Zwölf Mitarbeiter hätten bereits eine Anschlussbeschäftigung innerhalb der Bosch-Gruppe gefunden, 19 Mitarbeiter bei einem anderen Unternehmen. Zudem seien allen Auszubildenden bereits Plätze an anderen Standorten angeboten worden, um ihre Ausbildung fortzusetzen.

Am 1. August solle zudem eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft ihre Arbeit aufnehmen. Mitarbeiter hätten die Möglichkeit, bis zu zwölf Monate in diese Gesellschaft zu wechseln. Mit Qualifizierungsmaßnahmen und Unterstützung bei der Bewerbung sollen die Mitarbeiter bei der Jobsuche unterstützt werden. Zudem werde Bosch älteren Arbeitnehmern eine vorzeitige Ruhestandsregelung anbieten. Auch Abfindungszahlungen beim freiwilligen Ausscheiden seien vorgesehen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen weitgehend vermieden werden, wie es weiter hieß. Die Mitarbeiter seien auf einer Versammlung am Montag über die Ergebnisse informiert worden.

Mitte Mai hatte Bosch die endgültige Schließung des Standortes verkündet und damit auch das letzte Kapitel der Photovoltaik-Modulherstellung zu den Akten gelegt. Am Standort in Brandenburg war Dünnschicht-Photovoltaik erforscht und entwickelt worden. Nach Prüfung verschiedener Optionen und Gesprächen mit potenziellen Investoren sah Bosch keine „wirtschaftlich tragfähige Perspektive für die Bosch Solar CISTech GmbH“ mehr. Bereits im März 2013 verkündete der Konzern seinen Ausstieg aus dem kristallinen Photovoltaik-Geschäft. So verkaufte Bosch seine Produktionsstätte in Arnstadt an Solarworld. Die Beteiligung an Aleo Solar ging in der Folge an ein asiatisches Konsortium. Die Arbeitsplätze an den Standorten konnten damit erhalten werden. (Sandra Enkhardt)