RES realisiert 20-Megawatt-Speicher zur Frequenzregulierung

Der Projektentwickler Renewable Energy Systems (RES) hat mit dem britischen Übertragungsnetzbetreiber National Grid Electricity Transmission plc (NGET) einen Vertrag über die Errichtung und den Betrieb eines 20-Megawatt-Batteriespeichers geschlossen. Dieser solle zur Frequenzregulierung in Großbritannien genutzt werden und das Übertragungsnetz bei einer konstanten Spannung von 50 Hertz halten, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Bislang setzt Großbritannien – ähnlich wie Deutschland – vor allem auf konventionelle Kraftwerke für die Erbringung von Regelenergie. Batteriespeicher könnten diese Aufgabe ebenso erfüllen. RES zufolge reagieren sie mit höherer Regelgeschwindigkeit und -genauigkeit auf Schwankungen im Netz. Sie seien daher flexibler und effizienter. "Die Kooperation mit NGET ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für RES und unser erstes vollständig kommerzielles Energiespeicherprojekt außerhalb Nordamerikas", erläutert Gordon MacDougall, Geschäftsführer von RES Western Europe.

Auch in Deutschland wird erwartet, dass künftig verstärkt Großspeicher zur Frequenzhaltung eingesetzt würden. Die Erbringung von Netzdienstleistungen stelle einen wichtigen Bereich dar. "Für Batteriespeicher der MW-Klasse wird diese Anwendung die nächsten Jahre in Deutschland vorherrschend sein, da sie bereits heute wirtschaftlich ist. Das Projekt mit NGET in Großbritannien ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung von Systemdienstleistungen auf Basis von Batteriespeichern in Großbritannien und in ganz Europa", erklärte daher auch Matthias Leuthold, Leiter Bereich Energiespeicher bei RES in Deutschland. (Sandra Enkhardt)