Leclanché erhält ersten Lieferauftrag für kanadisches Pilotprojekt

Leclanché hat von dem unabhängigen kanadischen Netzbetreiber IESO den ersten Teilauftrag für die Lieferung eines kompletten Batteriespeicher- sowie Energieumwandlungssystems erhalten. Das Volumen dafür liege bei 28,9 Millionen US-Dollar, teilte der Schweizer Hersteller am Dienstag mit. Es sei Teil eines Lieferauftrags mit insgesamt 45 Millionen US-Dollar, den Leclanché im Zuge eines Bieterverfahrens gewonnen hatte. Bei dem Projekt ist die Installation von Batteriespeichern an sechs verschiedenen Standorten in der kanadischen Provinz Ontario geplant. Insgesamt sei es mit 53 Megawattstunden eines der größten batteriebasierten Energiespeicherprojekte am Hochspannungsnetz weltweit. Bis zum Ende des dritten Quartals wolle Leclanché nun die Speicher für die Umsetzung der ersten Phase des Projekts liefern. Dies sei trotz des Brandes und der vorübergehenden Stilllegung der Zellfertigung des Standorts Willstädt in Deutschland möglich, hieß es weiter. Diese einzelne Bestellung bedeute eine 53-prozentige Steigerung des Umsatzes des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr.

Der Anbieter von schlüsselfertigen Lithium-Ionen-Energiespeicherlösungen habe zudem eine revolvierende Kreditversicherungspolice mit der Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) von 6,0 Millionen US-Dollar erhalten. Leclanché habe bereits im Zuge des Graciosa Insel-Projekts mit der Anstalt kooperiert. Diese neue Vereinbarung über eine Versicherungspolice für die Lieferung des batteriebasierten Energiespeicherprojekts Ontario, setzt ein Zeichen für die kontinuerliche Unterstützung der SERV, wie es weiter hieß. Derzeit baue Leclanché seine Gesamtkapazitäten weiter aus, um im kommenden Jahr industrielle Energiespeichersysteme mit einer Gesamtkapazität von 150 bis 200 Megawattstunden liefern zu können. (Sandra Enkhardt)