Solar Power Europe: Fast 100 Gigawatt Photovoltaik in Europa installiert

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Bereits vor knapp einem Monat hat Solarpower Europe verkündet, dass der europäische Photovoltaik-Markt erstmals seit drei Jahren 2015 wieder gewachsen ist. Nun legte die europäische Photovoltaik-Vereinigung anlässlich eines Workshops in Brüssel weitere Zahlen vor. Mittlerweile seien in Europa knapp 100 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert, was es zum „most solarised“ Kontinent mache. Zudem sei der Anteil der Photovoltaik am Stromverbrauch nirgends höher als in Europa. Er habe 2015 europaweit bei fast vier Prozent gelegen. In Deutschland, Griechenland und Italien liege der Anteil schon bei etwa acht Prozent, so Solarpower Europe.

„2015 war ein extrem erfolgreiches Jahr für Solar und nach drei Jahren in Folge mit einem Rückgang in Europa ist es besonders ermutigend zu sehen, dass der Sektor wieder wächst“, erklärte Oliver Schäfer, Präsident von Solarpower Europe. Im vergangenen Jahr seien in Europa Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa acht Gigawatt neu installiert worden. Dies bedeute ein Wachstum um 15 Prozent gegenüber 2014. Der Photovoltaik-Weltmarkt war im gleichen Zeitraum um 25 Prozent von 40,2 auf 50,1 Gigawatt gewachsen. Die Nachfrage in Europa ist vor allem durch die Märkte in Großbritannien, Deutschland und Frankreich getrieben worden. Diese drei Länder vereinigten 75 Prozent des Zubaus auf sich, was 5,3 Gigawatt entspreche. Großbritannien habe mit einer neu installierten Leistung von geschätzt 3,7 Gigawatt im vergangenen Jahr erneut an der Spitze der europäischen Länder gelegen.

Mit Blick auf die Zukunft erklärte James Watson, CEO von Solarpower Europe, dass Europa nun ein intelligentes Marktdesign aufbauen müsse, um von mittlerweile niedrigen Photovoltaik-Kosten profitieren zu können. „Die Herausforderung ist nun, die Übergangsphase schnell zu meistern – von einem europäischen Solarmarkt, der wegen hoher Einspeisevergütungen gewachsen ist, hin zu einem neuen marktbasierten Modell, wo die Prosumer Solarenergie für den Eigenverbrauch im privaten, gewerblichen und industriellen Sektor nutzen“, erklärte er. (Sandra Enkhardt)

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