USA: Speichermarkt wächst um 243 Prozent im Jahr 2015

Im vergangenen Jahr sind in den USA nach einer jüngsten Auswertung von GTM Research 221 Megawatt an Energiespeichern installiert worden. Allein 112 Megawatt davon seien im letzten Quartal 2015 errichtet worden. Dies sei mehr als in den Jahren 2013 und 2014 zusammen, so die Analysten in ihren Bericht „US Energy Storage Monitor 2015 Year in Review“. Gegenüber 2014 sei der US-Speichermarkt um 243 Prozent gewachsen.

In ihrer Analyse unterscheiden die Marktforscher zwischen drei Segmenten: Privatkunden, Gewerbe und Kraftwerke. Gerade der Kraftwerksbereich (front-of-the-meter, siehe Grafik) sei 2015 der Treiber gewesen mit einem Anteil von 85 Prozent aller Neuinstallationen. Allerdings sei das Segment für private und gewerbliche Kunden (behind-the-meter) im Jahresvergleich um sogar 405 Prozent – allerdings eben von einem niedrigen Niveau aus. Gerade der Bereich von privaten Speichersystemen sei geographisch sehr diverse, wobei die meisten im US-Bundesstaat Hawaii installiert worden seien. Bei gewerblichen Speichern liege Kalifornien vorn. Die meisten Kraftwerksspeicher seien an der Ostküste und im mittleren Westen zu finden.

Mit Blick auf die Zukunft schätzen die Analysten von GTM Research, dass 2019 die Gigawatt-Grenze überschritten wird und die Zahl der Speicherinstallationen bis 2020 auf 1,7 Gigawatt und 2,5 Milliarden US-Dollar Marktvolumen wachsen werde. Mit der Verlängerung der Steuervergünstigungen ITC für verschiedene Erneuerbare werde der Markt weiter stark wachsen. Gerade in Kombination, etwa mit Photovoltaik-Anlagen, würden viele der neuen Energiespeicher installiert. (Sandra Enkhardt)