Foxconn soll Sharp übernehmen und zögert nun

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Der Vorstand von Sharp hat am Donnerstag auf einer außerordentlichen Sitzung einstimmig einer Übernahme durch Hon Hai Precision Industry – besser bekannt unter dem Namen Foxconn – zugestimmt. Der japanische Elektronikkonzern veröffentlichte dazu die geplanten Maßnahmen. Demnach wird Foxconn Aktien kaufen, die neu ausgegeben werden, und dann künftig 69,5 Prozent an Sharp halten. Die neuen Aktien soll Foxconn zum Preis von 118 Yen erwerben können, was deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs liegt.

Nur kurz danach gab es allerdings Meldungen, wonach Foxconn nun doch bei der Übernahme zögert. So wolle der taiwanesische Apple-Zulieferer mit der Unterzeichnung des Vertrags warten, „bis ein Konsens erzielt ist“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa-AFX eine Aussage von Foxconn vom Donnerstag. Zunächst müssten die von Sharp erhaltenen Dokumente geprüft werden. Weitere Details nannte Foxconn aber nicht. Das Angebot des taiwanesischen Konzerns für die Übernahme von Sharp beläuft sich auf umgerechnet etwa 5,4 Milliarden Euro. Er hatte sich damit auch gegen ein Angebot eines japanischen Fonds Innovation Network Corporation of Japan (INCJ) durchgesetzt.

Nach der Ankündigung von Foxconn scheint der Bieterstreit wieder offen. Zudem blieb zunächst unklar, was aus Sharps Photovoltaik-Geschäft werden soll. Sicher ist allerdings, dass Sharp angesichts seiner hohen Verluste – allein 108,3 Milliarden Yen (rund 9 Milliarden Euro) in den vergangenen drei Quartalen – dringend einen Investor und frisches Kapital braucht. (Sandra Enkhardt)

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