LG Chem sieht sich gut positioniert im wachsenden Speichermarkt

LG Chem zeigt sich mit seiner Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr zufrieden. So ist das südkoreanische Unternehmen nach eigenen Angaben bei Netzspeichern bereits Marktführer. Die Verkaufsziele seien mehr als erreicht worden, teilte LG Chem am Donnerstag mit. So habe der Hersteller in den vergangenen Monaten fast 300 Megawattstunden Speicher zur Verfügung gestellt.

Auch das Segment der Photovoltaik-Hausspeicher sei weiter ausgebaut worden und habe ein positives Ergebnis erzielt. Die Umsätze bei Energiespeicherlösungen für private Haushalte habe LG Chem seit dem Markteintritt vor fünf Jahren vervierzehnfacht. Auch gegenüber 2014 sei nochmals eine Verdoppelung erreicht worden. Etwa seiner 6.000 Lithium-Ionen-Hauspeicher habe LG Chem im vergangenen Jahr verkauft – die meisten davon in Deutschland.

Angesichts der sinkenden Kosten für Lithium-Ionen-Batterien steige die Nachfrage bei privaten Haushalten weiter. LG Chem rechnet für dieses Jahr mit einem 70-prozentigem Marktwachstum. Besonders der deutsche Markt bleibe bei Photovoltaik-Hausspeichern wichtig für den südkoreanischen Anbieter. Allerdings nehme auch der Wettbewerbsdruck allgemein zu. In diesem Fall sieht sich LG Chem mit seinen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau seiner Produktionskapazitäten gut aufgestellt.

Vermehrt würden nun auch Komplettlösungen von Stadtwerken und privaten Haushalten nachgefragt. Ein Großprojekt, für das LG Chem als Batterielieferant ausgewählt wurde, sind zudem die geplanten STEAG-Großspeicher mit einer Gesamtleistung von 90 Megawatt. Eines der weltweit größten Speicherprojekte, die es derzeit gibt. Aufbauend darauf sollen weitere Großprojekte mit Speichern im Multimegawatt-Bereich folgen, hieß es bei LG Chem weiter.

LG Chem baut derzeit eine neue Fertigungsstätte im koreanischen Ochang. Darüber hinaus verfüge der Hersteller über weitere Fabriken in Korea sowie China und USA. Das neue Werk, in dem Hausspeicher produziert werden sollen, ist bereits fertiggestellt und muss nur noch abgenommen werden, wie LG Chem auf Anfrage von pv magazine erklärte. Zu den Produktionskapazitäten wollte sich der koreanische Batteriehersteller aber nicht äußern. (Sandra Enkhardt)