Solarcity streicht mehr als 550 Stellen in Nevada

Nach einer Entscheidung der von Nevadas Gouvernour Brian Sandoval eingesetzten Public Utilities Commission (PUC), die Regelungen für bestehende Photovoltaik-Anlagen zu ändern, hat Solarcity nun die Streichung von mehr als 550 Stellen angekündigt. Die Mitarbeiter sollten, sofern möglich, neue Jobs in wirtschaftsfreundlicheren Bundesstaaten finden, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Bereits einen Tag vor Heiligabend kündigte Solarcity angesichts der PUC-Entscheidung an, den Vertrieb und die Installation von Photovoltaik-Anlagen in dem Bundesstaat mit sofortiger Wirkung einzustellen. Auch habe der Photovoltaik-Hersteller sein erst im November 2015 eröffnetes Trainingscenter in West Las Vegas wieder geschlossen. Bei anderen Photovoltaik-Firmen in Nevada seien ebenfalls mit tausenden Entlassungen in den kommenden Monaten zu rechnen.

Erst seien die Bürger mit Rabatten ermutigt worden in Photovoltaik zu investieren und nun würden sie bestraft, heißt es in der Mitteilung von Solarcity. Es stelle sich die Frage, ob die finanziellen Interessen des Versorgers NV Energy über die finanzielle Sicherheit normaler Bürger gestellt werde. „Ich habe Gouverneur Sandoval mehrmals nach der Entscheidung kontaktiert, weil ich überzeugt bin, dass er und die PUC nicht vollständig die Tragweite der Entscheidung verstanden haben“, erklärte Lyndon Rive, Vorstandschef von Solarcity. Nach seinen Angaben haben etwa 17.000 Menschen Photovoltaik-Anlagen wegen der staatlichen Zusagen installiert. Er warte nun immer noch darauf, mit den Gouverneur zu reden und sei überzeugt, dass er und die Kommissionsmitglieder das Richtige tun würden, wenn sie die wirklichen Konsequenzen verstünden. (Sandra Enkhardt)